«Give a Chance»

10. Dezember 2014 06:16; Akt: 10.12.2014 06:16 Print

Kinder singen für Kinder in Afrika

von Dominique Artacho - Am 11. Dezember findet das Projekt Kinder für Kinder statt, bei welchem Basler Schulklassen Gelder für mittellose Kinder in Kamerun sammeln.

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Diesen Donnerstag von 9 bis 15 Uhr singen und tanzen kleine Talente aus verschiedenen Schulklassen in der Basler Innenstadt. Ziel des Gesangs- und Tanzprojekts ist es, finanzielle Mittel für benachteiligte Kinder aus Kamerun zu sammeln.

Organisiert wird der Event von «Give a Chance» – einem Verein, der 2010 von Yannick Zionel Hohn (28) gegründet wurde, einem Basler Student mit kamerunischen Wurzeln. Dieser fördert mit verschiedenen sozialen Projekten die Bildung und Entfaltung von Kindern und Jugendlichen.

Die Kleinen ganz gross

Schon von klein auf hatte Hohn den Traum, sich für Kinder einzusetzen. Daher weiss er, dass Hilfe kein Alter kennt. Für den kommenden Event gilt deshalb das Motto «die Kleinen ganz gross.» Mit dabei sind zwei Schulklassen aus Rheinfelden. «Ich finde es wichtig, dass die Kinder lernen, dass nicht alle so privilegiert leben wie wir in der Schweiz und dass auch sie etwas zu deren Unterstützung beitragen können», sagt Klassenlehrerin Sara Gysin.

Der Event findet zum vierten Mal statt. Bisher waren die Aktionen erfolgreich: «Letztes Mal hatten wir innerhalb weniger Stunden rund 2000 Franken zusammen», freut sich der Gründer von «Give a Chance». Auch dieses Mal werden wieder hunderte von Zuschauern erwartet.

Erste «Give a Chance School» eröffnet

Das Geld aus der Kollekte fliesst in den Aufbau einer Schule in Kamerun. Die bisherigen Einnahmen konnten bereits die Renovationskosten decken. Der Gewinn des kommenden «Kinder für Kinder»-Events wird für den Bau einer Bibliothek und das fehlende Schulmaterial eingesetzt. Im Februar 2015 soll dann die erste «Give a Chance School» eröffnet werden.

«Die Schule verdanken die Kinder in Kamerun schlussendlich den Kindern hier in Basel», sagt Hohn. Ihm gehe es auch nicht darum, möglichst viele Spenden zu sammeln, sondern Leute zur Mithilfe zu mobilisieren: «Wir wollen nicht das Geld der Menschen, wir wollen, dass sie sich aktiv für ihre Mitmenschen einsetzen.»

Jeder kann helfen

Mittlerweile zählt die Organisation hunderte von Mitgliedern. Mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten leisten sie alle ehrenamtlich einen Beitrag zum Wohl der Menschheit. So organisieren sie verschiedene Projekte wie Konzerte, Streetdance-Aktionen, Flohmärkte und vieles mehr. «Unser Ziel ist es, dass jeder sein Talent für etwas Sinnvolles einsetzt», so der Gründer der Hilfsorganisation.