Baselworld 2011

24. März 2011 22:22; Akt: 24.03.2011 20:26 Print

Klassik ist Trumpf

von Jonas Hoskyn - Gestern startete die Baselworld. Nach der überstandenen Krise setzt die Branche auf schlichtes und klassisches Design.

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Die Baselworld wurde gestern eröffnet – viele Aussteller setzen in diesem Jahr auf schlichtes und klassisches Design. Foto: hys

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Eröffnet wurde die Uhren- und Schmuckmesse gestern von Didier Burkhalter. Beim anschliessenden Rundgang blieb der Bundesrat mehrfach bei Ausstellungsständen stehen, so dass er prompt zu spät zu seiner Eröffnungsrede kam. Der erste Tag hätte aber kaum besser laufen können: «Die Stimmung ist allgemein sehr optimistisch», so Sprecher Bernard Keller. «Andererseits sind auch die Erwartungen sehr hoch.» Die letzten Jahre seien gerade für kleinere Marken sehr schwierig gewesen, so Yves Vulcan von der PR-Firma Darwel, die das Schweizer Ausstellungskomitee betreut. «Viele hatten Angst, wie es weitergeht.» Dazu kommt neu das Problem des starken Frankens: «99 Prozent aller Uhren sind für den Export. Da merkt man das natürlich stark», so Vulcan weiter. Trotzdem setzen die Swiss Exhibitors auf den wirtschaftlichen Aufschwung: «Die Branche hat wieder mehr Selbstvertrauen.»

Die Krise hat sich aber im Design der Uhren niedergeschlagen: «Der Trend geht hin zur Neoklassik und zum nüchternen Design der 1950er- und 1960er-Jahre», so Jean-Fran­çois Meyer vom Swiss Exhibitors Committee. «Man kauft die Uhr in erster Linie für sich selber und nicht um zu protzen.» Diskretion habe dabei einen hohen Stellenwert: Die Uhren sind oft deutlich kleiner. Der Trend setzt sich auch beim Schmuck durch: Wegen der hohen Rohstoffpreise werden Edelmetalle sparsamer und überlegter eingesetzt.