Climate Games in Basel

20. September 2017 05:49; Akt: 20.09.2017 05:49 Print

Klima-Aktivisten planen Camp an geheimem Ort

Während zwei Wochen richten Aktivisten für die Climate Games in Basel ab Freitag ein Camp ein. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 200 Teilnehmern.

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Plakate überall in der Stadt und Profile auf grossen Social-Media-Kanälen künden seit Wochen die sogenannten Climate Games in Basel an. Am Freitag soll die Aktion losgehen und bis am 3. Oktober dauern. Für den 28. und 29. September sind Action Days angekündet.

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Wo das alles genau stattfinden soll, steht allerdings nirgends, auch nicht auf der Website der Veranstaltung. Dafür erfährt man dort, dass es Yoga, Bastelzelt, veganes Essen und Kompost-WCs geben wird. In mehreren Schweizer Städten wurde schon über die Aktion informiert.

«Der genaue Ort des Camps wird erst am Samstag über Social Media mitgeteilt», erklärt Martin Burckhardt, Sprecher der Climate Games, gegenüber 20 Minuten. Sein Name ist ein Alias, mit dem die Organisatoren kommunizieren. Weshalb sie ein solches Geheimnis aus dem Veranstaltungsort machen, wollten sie nicht erklären.

Gewaltfrei für Klimawandel sensibilisieren

Die Climate Games sind eine spielerische Form des politischen Aktivismus. Teilnehmer sollen in Teams Aktionen planen und durchführen. Das Ganze ist in einen Wettstreit eingebettet, wobei laut den Machern «die tollsten, kreativsten und lustigsten Aktionen» erkoren werden. «Wir wollen mit kreativen und gewaltfreien Aktionen für den Klimawandel sensibilisieren», so Burckhardt. Climate Games fanden auch während des Klimagipfels in Paris statt.

Was auf sie zukommen wird, wissen die Organisatoren aber noch nicht. «Wir können es absolut nicht einschätzen. Wir erwarten 100 bis 200 Personen am Freitag», sagt er. Angst vor Ausschreitungen haben die Organisatoren allerdings nicht. Sie verweisen auch auf ihren Aktionskonsens, worin festgehalten wird, dass «keine physische Gewalt gegen Lebewesen» angewendet wird. Es heisst dort aber auch: «Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich.»

Uniprofessor und NGOs am Camp

Basel wurde nicht zuletzt aus politischen Gründen als Austragungsort der ersten Climate Games in der Schweiz auserkoren. Weil die Stadt eher links tickt, fürchtet man sich hier weniger vor Repressionen. Als Hauptsitz mehrerer multinationaler Unternehmen und Standort des Ölhafens konzentrierten sich in Basel mehrere klimafeindliche Faktoren, so die Veranstalter.

Während des Camps treten namhafte Referenten auf. Alexander Demirovic etwa, Professor am Institut für Soziologie an der Universität Basel, spricht über zivilen Ungehorsam. Zudem sind NGOs wie Myclimate, Multiwatch oder die Klima Allianz Schweiz mit von der Partie.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 20.09.2017 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Bern wäre ideal

    Warum nicht Bern!? Verstehe ich nicht, die Berner haben doch nun schon oft bewiesen, abgestimmt, dass sie linksradikales Gedankengut unterstützen. Zuletzt sogar auf einem von der Stadt Bern finanzierten Gebäude Werbung für die Demon in Hamburg (G20) gemacht.

    einklappen einklappen
  • Typhoeus am 20.09.2017 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Effekt der Klina Games

    auf globales Klima homöopathisch.

  • Jordi am 20.09.2017 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine physische Gewalt

    keine physische Gewalt gegen Lebewesen. Aha... aber Gewalt gegen fremdes Eigentum ist somit voll ok?! Na dann haut rein Jungs... euch geschieht ja so wieso nichts...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bauchgefühl am 20.09.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zu fast 100 Prozent

    Die Sache wird im Hafengebiet, Klubeck, Wagenplatz abgehen. Wo denn sonst? Mit Geheimniskrämerei wollen sich nur paar Wichtigtuer in Szene setzen...

  • Fippu am 20.09.2017 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Das ist super für welches Klima setzt er sich ein? Eiszeit oder Kreidezeit. Wissen diese lustigen Menschen welches das richtige Klima ist für die Welt.

  • Klärer am 20.09.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Alter hut

    Die co2-menge beeinflusst das klima nicht, es verhält sich genau umgekehrt. Sonnenaktivität heisst das zauberwort und wurde bei den un-simulationen als faktor nicht berücksichtigt. Die bbc hat eine super doku über die klimalobby gezeigt. Tut mir leid für al gore und dicaprio, aber lügen haben kurze beine..

  • Kurt am 20.09.2017 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bin gespannt

    Action Days und ziviler Ungehorsam. Das lass ich mir nicht entgehen. Umwelt hin oder her.

  • Dr. Faust am 20.09.2017 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Kasperlitheather

    Solange man Fotos in einem Fluss in China entwickeln kann, ist es nicht sehr sinvoll, mit riesem Aufwand und Kosten denn CO2 gehalt um 0,02% reduzieren zu wollen.