08. April 2005 03:19; Akt: 07.04.2005 23:19 Print

Knatsch im Landrat um abgewiesene Muslimin

Der Baselbieter Landrat hat gestern einer jungen Türkin das Kantonsbürgerrecht verweigert.

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Die Linke unterstellte der Rechten dabei religiös motivierte Aversionen. Die junge Frau spricht gut Deutsch und unterrichtet Koran-Lektüre in Arabisch an einer Basler Moschee. Als überzeugte Muslimin trägt
sie freiwillig Kopftuch und lange Kleider.

Die Ablehnung der Einbürgerung wurde unter anderem deshalb beantragt, weil die Frau keiner Erwerbstätigkeit nachgehe und sich wegen ihrer Religion absondere statt integriere. Rechte Parlamentarier sagten, sie könne einen neuen Antrag stellen, wenn sie besser integriert sei. Die Linke sieht die Religionsfreiheit verletzt. Das Einbürgerungsgesuch wurde mit 46 gegen 34 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten SP und Grüne, dagegen waren SVP, FDP und SD. Die CVP-Fraktion zeigte sich gespalten.

(SDA)