Basel

12. September 2016 18:28; Akt: 12.09.2016 18:29 Print

Künstler verwandelt Freie Strasse in Streetart-Meile

Der französische Streetartist Clet Abraham hat sich in der Freien Strasse ausgelebt. Die modifizierten Strassenschilder erfreuen die Jungliberalen.

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Wenn Verkehrsschilder plötzlich zu Kunstwerken werden, steckt meist der Streetart-Künstler Clet Abraham dahinter. Der Franzose, der sich mit seinem humorvollen Stil weltweit einen Namen gemacht hat, hat sich nun auch in Basel verewigt. So mutiert die Freie Strasse kurzerhand zum Freilichtmuseum. Anlässlich einer aktuellen Abraham-Ausstellung im benachbarten Mulhouse applizierte Abraham schwarze Aufklebe-Figuren auf die Verkehrsschilder rund um die Shoppingmeile. Laut eigenen Aussagen geht der Streetartist bei seinen Nacht-und-Nebel-Aktionen behutsam mit dem Allgemeingut um: Er verwende Sticker, die leicht wieder zu entfernen seien, erklärt er.

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Das Bau- und Verkehrsdepartement betont, dass der Sinn von Strassenschildern nicht daran liege, hübsch auszusehen. «Sie dienen der Orientierung der Verkehrsteilnehmer und sind keine Kunstplattformen», sagt Daniel Hofer, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Departements. Kunstinteressierten rät er, möglichst bald einen Ausflug in die Freie Strasse zu machen: Die Schilder würden bei nächster Gelegenheit von der Stadtreinigung wieder in den Originalzustand gebracht. Eine Anzeige werde die Aktion wohl nicht nach sich ziehen. «Es handelt sich nicht um ein Offizialdelikt», so Hofer.

Jungliberalen gefällts

Hin und weg ob der neuen Kunst sind die Jungliberalen. Die Partei appellierte am Montag mit einem öffentlichen Schreiben an die Verwaltung, keine Sachbeschädigung geltend zu machen. «Es ist zu hoffen, dass eingesehen wird, dass die international anerkannten Aktionen Abrahams in jedem Fall eine Bereicherung des Basler Stadtbildes darstellen», so Präsident Michael Hug. Dem Künstler gelinge es, mit minimalistischen Mitteln eine Szenerie brilliant umzusetzen. Zudem würden die Werke den aktuellen Verbote-Dschungel hinterfragen. «Die Formen und Figürchen drücken das aus, was viele Basler schätzen: Ein liberaler Geist, das Umsetzen eigener Ideen und nicht zuletzt eine Prise Satire», freut sich Hug.

(jd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • toxic am 12.09.2016 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    Amüsant ist es alle Mal, aber das Word " Künstler" bekommt heutzutage jeder nachgeworfen....

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  • Robin Hood am 12.09.2016 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amüsiert

    Na ja, grundsätzlich wohl verboten aber es amüsiert mich trotzdem sehr...

  • Lorenz Fellmann am 12.09.2016 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst

    Das kann man wohl ruhig als Kunst bezeichnen. Diskret, mit viel Witz, schön anzusehen und dennoch hintergründig. Davon sollten sich die heimischen Schmierfinken eine Scheibe abschneiden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bartli am 13.09.2016 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Mir gefällt es

    Echt toll, das ist wirklich mal was Neues.

  • Kevin am 13.09.2016 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Frech

    Ich hoffe der wird wegen Sachbeschädigung an öffentlichem eigentum angezeigt! Immer diese Jungliberalen, nicht mal Respekt vor der eigenen Mutter...

    • ... am 13.09.2016 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kevin

      Sie wissen schon, dass die Jungliberalen nicht die Jungsozialisten sind?

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  • Wolke am 13.09.2016 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch gut

    Verschönern sie mit Kleinigkeiten den Tag ihrer Mitmenschen ! Ideen dafür gibt es genug . Ein wenig Farbe , wos an Wärme fehlt ..

    • Mike Wunderlin am 13.09.2016 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wolke

      Sprach die Wolke und sprühte ein hässliches TAG an die Wand. Was Sie schön finden muss nicht für Alle gelten. Farbe und Kunst sehr gerne, aber nur an freigegebenen Flächen..

    • Dogcop am 16.09.2016 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mike Wunderlin

      Es gibt doch eh viel zu viele Strassenschilder. Diese etwas aufzulockern kann nicht schaden. In jeder Strasse in basel werden Verbote, Gebote, Hinweise etc. doppelt und dreifach signalisiert. Da kommt etwas Frische ganz gut

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  • Fritz am 13.09.2016 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    und die Jungliberalen?

    Habe ich schon in Rom gesehen. Der "Kinschtler" scheint immer dasselbe zu machen. Und jetzt eben ist die Schweiz dran. Was für ein origineller Kärli!

    • MANONJOOS am 14.09.2016 19:03 Report Diesen Beitrag melden

      Clet Abraham

      ich habe einige Werke von Clet Abraham er hat Kunstgeschichte studiert also bitte sagen Sie bitte nicht "was für ein originelles Kärli er sei"Ich finde Clet einzigartig ! ein bisschen Respekt wäre angesagt

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  • Peter am 13.09.2016 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Kein Wunder gefällt es den Jungliberalen. Beschädigung gehört bei denen zur Tagesaufgabe. Wenn dann was passiert, waren es die Anderen in dem Fall der "Künstler"