Nicht deklarierte Allergene

11. November 2019 12:16; Akt: 11.11.2019 12:16 Print

Labor warnt vor Milch und Gluten in Wildfleisch

Eines der untersuchten Produkte enthielt eine «grössere Menge» nicht deklarierter Milchbestandteile. In einem anderen wurde Gluten nachgewiesen, ebenfalls nicht deklariert.

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Das Kantonslabor Basel-Stadt hat zur Verkaufssaison 30 Wildfleischprodukte genauer unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht vorweg: es war tatsächlich überall das richtige Fleisch drin. Drei der untersuchten Produkte mussten jedoch beanstandet werden.

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Ein Rehpfeffer enthielt eine «grössere Menge an nicht deklarierten Milchbestandteilen», wie das Labor am Montag mitteilte. Zudem wurde in einem anderen Rehpfeffer und einem Wildschweinpfeffer Gluten nachgewiesen, das ebenfalls nicht angeschrieben war.

Kennzeichnungspflicht für Allergene

Gemäss Lebensmittelverordnung müssen Substanzen, die unerwünschte Reaktionen auslösen können, auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Die Grenzwerte für Milch liegen bei einem Gramm pro Kilo, für Gluten bei 200 Milligramm pro Kilo, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Der Betrieb, in dem die beanstandeten Proben genommen wurden, werde zeitnah wieder kontrolliert. Zudem kündigt das Kantonslabor weitere Überprüfungen von Wildfleischprodukten an. Der beanstandete Laden sowie die Produkte werden in der Medienmitteilung nicht identifiziert.

Wildschweine strahlen nicht zu stark

Ebenfalls überprüft wurde der Gehalt des radioaktiven Isotops Cäsium-137 in Wildschweinprodukten, weil seit der Kernschmelze 1986 in Tschernobyl Lebensmittel in betroffenen Regionen damit belastet sein können. Dabei wurden keine erhöhten Werte festgestellt, also die in der Tschernobyl-Verordnung festgeschriebene Grenze von 600 Becquerel (Bq) pro Kilogramm nicht überschritten.

Ein Becquerel entspricht dem radioaktiven Zerfall eines Atoms pro Sekunde. Der menschliche Körper ist durchgehend Kleinmengen von natürlich vorkommenden radioaktiven Elementen ausgesetzt, die er aufnimmt und wieder ausscheidet. Er weist bei 70 Kilo Körpergewicht rund 9000 Becquerel, also im Schnitt zirka 128 zerfallende Atome pro Sekunde pro Kilo auf.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Die Gast am 11.11.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kocht doch einfach selber!

    Kocht doch einfach selber dann habt Ihr diese Probleme nicht. Wildfleisch gibt es in der Mezgerei, oder sogar noch besser, weil regional, direkt vom Jäger. Selbst ein Pfeffer macht nicht viel Arbeit und ist kein Hexenwerk und man weiss,dass auch das drin steckt was drauf steht, nämlich natürliche Produkte. Ausserdem lässt er sich sehr gut aufwärmen mann kann also eine grössere Protion machen und dann Reste einfrieren.

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  • Pete am 11.11.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Moop und Cigros

    Dass das überall beworbene und verkaufte Wildfleisch im Grosshandel aus Ungarn kommt ist doch auch ein Witz. Oder nicht?

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  • Bündner am 11.11.2019 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein wild ist gesund

    Also mein erlegtes Wildtier kann ich beruhigt essen, es gibt nichts gesünderes. Und wir geniessen es mit Genuss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bob65 am 11.11.2019 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Achtung

    fehlt noch "kann Spuren von Fleisch enthalten".

  • Ismir Übel am 11.11.2019 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergiftetes Fleisch

    Das Wild wird gejagt, ist im Stress, Adrenalin wird in grossen Mengen freigesetzt! Dieses Fleisch wird dann gegessen, das ist sicher nicht gesund! Ein Jäger hat mir gesagt, wenn er ein Wild über längere Zeit jagen muss, weil er es mit dem ersten Schuss nicht töten konnte, dann lässt er es liegen, weil das Fleisch dann minderwertig ist! JAGEN SOLLTE VERBOTEN WERDEN, DIE NATUR REGULIERT ES SELBER!

  • Rebell am 11.11.2019 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selbst ist der Herr oder die Frau

    Der Mensch ist derart digital vernetzt, das er nicht mal mehr selbst kochen kann. Immer mehr Fertigprodukte werden auf den Markt geworfen, alles reinste Chemieprodukte. Habe aus frischen u regionalen Zutaten feine Suppe gemacht. Mit Vorbeteitung u Zubereitung hat es wie immer einige Stunden gedauert. Dafür mehrere Tage feine wie kräftige Suppe. Das will keiner mehr machen, lieber soll es möglichst schnell gehen. Und möglichst internationale Gerichte, die allesamt aber doch gleich nach nichts schmecken.

  • Expat am 11.11.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit wird kommen

    Was tut die überempfindliche Menschheit wohl, wenn wir wieder einmal in eine Zeit kommen, wo nicht x Behörden alles kontrollieren. Dann esst Ihr was gerade verfügbar ist um nicht zu verhungern. Ganz bestimmt.

  • Markus Z. am 11.11.2019 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...und das Blei nicht vergessen

    Nicht zu vergessen die erhöhten Bleikonzentrationen in Wildfleisch. Absolut unnötig und ethisch sowieso fraglich.

    • Ruadhnaid am 11.11.2019 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus Z.

      Dazu kommt, dass ein gehetztes Tier kein qualitativ gutes Fleisch haben kann. Haut ein Schlachtvieh vor der Schlachtung ab und wird erschossen, macht man daraus Hundefutter. Weil es übersäuert ist, voller Adrenalin. Ich bin Koch und mich ekelt das klebrige, schleimige Wildfleisch an. Hab aufgehört Wild zu essen, schon lange.

    • Jäger am 11.11.2019 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus Z.

      Nicht alles Wild wird mit Schrot welcher bleihaltig ist geschossen. Es stellen immer mehr Jäger auf bleifreien Schrot um, oder schiessen das Wild mit der Kugel (wenn die Umgebung es erlaubt und die Sicherheit gewährleistet ist).

    • Jagd Mann am 11.11.2019 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ruadhnaid

      Darum sollte man am besten Wild essen wo nicht mit Schrot geschossen wurde, und nicht zu vergessen direkt vom Jäger. So ist es sicher aus der Gegend die man kennt. Ich esse seit Jahren mehr Reh- und Hirschfleisch. Super fein und ohne Antibiotika und weiss der Geier noch sonst was!

    • Expat am 11.11.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ruadhnaid kein Koch

      Schlechter Koch, der solches erzählt. Vielleicht hast du nicht gelernt Wild richtig zuzubereiten in deiner Kantine. Meine Köche können das.

    • Bob65 am 11.11.2019 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jagd Mann

      aha, der Jäger verwendet kein Schrot. Nein, er erwürgt den Hirsch.

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