Basel-Stadt

02. Juli 2014 12:47; Akt: 02.07.2014 13:37 Print

Mit sieben Schlangen an der Grenze erwischt

Grenzwächter haben in Basel einen Schmuggel von artengeschützten Schlangen aufgedeckt: Ein Mann hatte versucht, die Reptilien im Auto von Deutschland in die Schweiz zu bringen.

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Ein Genfer versuchte sieben Schlangen über die Grenze zu schmuggeln. (Bild: Grenzwache Basel)

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Am Sonntagabend fiel einer Grenzwachtpatrouille ein Fahrzeug mit Anhänger auf, dessen Lenker von Deutschland beim nicht besetzten Grenzübergang Basel-Hiltalingerstrasse in die Schweiz einreiste. An der Auffahrt zur Autobahn stoppten die Grenzwächter den Lenker. Bei der Zollkontrolle entdeckten die Grenzwächter im Anhänger verschiedene Terrarien. Die Frage, ob er auch Tiere mitführe, verneinte der Lenker aus dem Kanton Genf.

Im Auto stiessen die Grenzwächter auf der Rückbank auf zwei Styropor-Schachteln. Darin befanden sich insgesamt sieben Stoffsäcke. Der Fahrer gab nun zu, dass sich in den Säcken Pythons befinden würden. Der Mann verfügte weder über eine Einfuhrbewilligung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) noch über ein CITES*-Zeugnis für die Tiere. Auch konnte er keine Bewilligung für die Haltung der Tiere vorlegen.

Er gab an, die Tiere für mehrere hundert Euro in Frankreich gekauft zu haben. Wegen des versuchten Schmuggels von artgeschützten Tieren wurden die Basler Zollfahndung und – wegen Verstosses gegen das Artenschutzabkommen – das BLV eingeschaltet. Das BLV ordnete die Sicherstellung der Schlangen an. Die Grenzwächter brachten die Tiere in den Zoologischen Garten in Basel, wo eine artgerechte Unterbringung möglich ist. Der Schmuggler muss mit einer Busse von mehreren Tausend Franken rechnen.

* CITES ist eine internationale Handelskonvention im Interesse des Artenschutzes

(mj/20 Minuten)