Mord in Flüchtlingsunterkunft

05. November 2019 09:55; Akt: 05.11.2019 12:10 Print

Blut im Treppenhaus führte zur Leiche im Keller

Ein 28-jähriger Eritreer hat im April 2018 einen 46-jährigen Landsmann in einer Flüchtlingsunterkunft in Gipf-Oberfrick erstochen. Der geständige Täter soll 20 Jahre ins Gefängnis.

Das Vorfall ereignete sich am 11. April 2018 in Gipf-Oberfrick AG. (Quelle: SRF)
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Gegen einen 28-jährigen Eritreer, der im April 2018 einen 46-jährigen Landsmann getötet hatte, wurde Anklage wegen Mordes und weiterer Delikte erhoben, wie die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg am Dienstag mitteilte. Sie beantragt eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren. Die Anklage wurde dem Bezirksgericht Laufenburg überwiesen.

Der Beschuldigte soll am frühen Abend des 11. April 2018 in der Gemeinschaftsküche der Flüchtlingsunterkunft in Gipf-Oberfrick zunächst mit einem Küchenmesser auf das Opfer eingestochen haben. Danach schlug er den Mann mit einem Stein. Laut der rechtsmedizinischen Untersuchung wies das 46-jährige Opfer mehrere Verletzungen stumpfer Gewalt sowie über ein Dutzend Stichverletzungen auf, an deren Folgen der Mann gestorben war.

Die Polizei fand die Leiche des Mannes im Keller der Flüchtlingsunterkunft. Zuvor hatten Bewohner Blutspuren im Treppenhaus entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Täter wurde kurze Zeit nach der Bluttat verhaftet, als er im Spital Laufenburg die Verletzungen, die er beim Todeskampf mit seinem Opfer erlitt, ärztlich behandeln liess.

20 Jahre Freiheitsstrafe beantragt

Der Beschuldigte ist gemäss der Staatsanwaltschaft geständig. Als Tatmotiv soll er Eifersucht angegeben haben. Der 28-Jährige befindet sich bereits im vorzeitigen Strafvollzug. In den Nebenanklagepunkten wird ihm weiter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Drohung und Sachbeschädigung
vorgeworfen. Neben einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren beantragt die Anklagebehörde 15 Jahre Landesverweis.

(lha)