19. April 2005 04:50; Akt: 18.04.2005 20:36 Print

Neue Fussgängerzonen und Aufhebung der Barfi-Runde

Die Ypsilon-Fussgängerzone vom Messeplatz bis zur Aeschen- respektive Steinenvorstadt wird mangels Finanzen nur schleppend realisiert. Geplant ist ein neues Verkehrsregime am Barfi.

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Die Barfi-Runde für Jugendliche mit aufgemotzten Wagen oder dem Cabrio des Vaters soll nach dem Willen des Verkehrsdienstes schon bald der Vergangenheit angehören. «Wir wollen vom Steinenberg her ein Fahrverbot mit Zubringerdienst einführen», sagt Martin Weibel, Chef technischer Dienst. Die Zufahrt wäre für Taxis und Velos aber weiterhin erlaubt. Mit dem Neubau des Stadtcasinos sollen zudem die Fussgängerflächen vergrössert werden. Weitere Änderungen im Verkehrsregime sind in Planung: So soll eine Fussgängerzone Münsterberg entstehen und in Wohngebieten rund um die Fussgängerzonen häufiger Tempo 30 eingeführt werden.

Andere Teile der grossen Ypsilon-Fussgängerzone vom Messeplatz bis zur Aeschenvorstadt bzw. in die Steinen mussten aber zurückgestellt werden. «In der Aeschenvorstadt wäre etwa ein Boulevard ähnlich der Clarastrasse geplant. Aber es fehlt das Geld», sagt Peter Huber vom Planungsamt. Der Verkehr würde über die Dufour- und Henric-Petri-Strasse umgeleitet. Auch die Pläne für eine Neugestaltung der Freien Strasse wurden aus finanziellen Gründen gestoppt.

Übersicht dank Wechselschildern

Veränderungen im Verkehrsregime haben immer auch Veränderungen in der Signalisation zur Folge: Um den Autofahrern die Orientierung zu erleichtern, möchte der Verkehrsdienst die teilweise unübersichtlichen Mehrfachbeschilderungen durch Wechselschilder ersetzen.

Die für die Innerstadt nötigen rund 30 Stück kosten etwas mehr als zwei Millionen Franken. Der entsprechende Ratschlag soll bis im Sommer der Regierung vorgelegt werden.

Christian Degen