Platzmangel

02. Oktober 2011 23:00; Akt: 02.10.2011 22:27 Print

Neue Wohnungen in Büroräumen

von Susan Pedrazzi - Wohnen statt arbeiten: Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren über 400 Büroräume zu Wohnungen umgenutzt werden können.

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Im Gellert sollen aus Büros neue Wohnungen entstehen. (Foto: sup)

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Urbanes Leben liegt im Trend: Trotz des beschränkten Raums von 37 Quadratkilometern wächst die Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt stetig. Die Kantons- und Stadtentwicklung will sich deshalb für mehr Wohnraum starkmachen. «Basel hat zu wenig gebaut in den letzten 30 Jahren. Gerade bei Familienwohnungen herrscht ein ­grosses Manko», so Leiter Thomas Kessler. Deshalb sollen in zwei Schritten Büros in teuren Villen zu Wohnungen umfunktioniert werden: Nach Fertigstellung des Roche B”rsenkurs-Turms und der geplanten Novartis B”rsenkurs-Türme werden sämt­liche Büros der Pharmagi­ganten zusammengezogen. Die jetzigen Büromieter können sich dann in alten Roche-Stand­orten wie dem Messeturm einmieten.

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Sollte in der Schweiz vermehrt in die Höhe gebaut werden?
69 %
31 %
Insgesamt 45 Teilnehmer

Laut Kessler werden die Firmen die Villen sicherlich freigeben: «Für Büros sind zentrale Standorte wie der Messeplatz heutzutage viel attraktiver als eine repräsentative Villa in einem Wohnquartier.» Auch um das Geld für den Umbau der Häuser macht er sich keine Sorgen: «Immobilienfonds aus der ganzen Schweiz haben grosses Interesse, in einen sicheren Wert wie Basel zu investieren.»

Gemäss einer Studie der Immobilienberatungsfirma Wüest und Partner können in den nächsten Jahren mindestens 400 Wohnungen aus dieser Umnutzung dazugewonnen werden. Ein neues Wohnraumfördergesetz wird demnächst im grossen Rat behandelt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fizzi am 04.10.2011 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    In vielen Fällen

    muss man sich doch eher fragen, wie konnte aus Wohnraum Büroraum werden? Das wär viel interessanter zu wissen.

  • Xoff Pardey am 03.10.2011 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wer soll das bezahlen?

    Es ist ja schön, dass - endlich! - die Einsicht eingekehrt ist, dass Wohnquartiere und ihre schönen Häuser zum Wohnen da sind. Ich frage mich allerdings, wer die durch die hohen Büromieten verteuerten Häuser oder Wohnungen bezahlen soll? Will man wieder einmal zahlungskräftige Menschen in die Stadt locken, die sich wie die vielen Expats in keiner Weise am Kulturleben engagieren und ohne eine nachhaltige Verbindung zur Stadt wieder wegziehen, sobald sich eine bessere Möglichkeit ergibt?

  • Meister Proper am 03.10.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Entgegen der "Logik"?

    Ich wohne selber auf dem Land und denke nicht dass die zahlungskräftigen Familien derart grosses interesse an einer teuren Stadtwohnung haben werden. Wer sich sowas leisten kann kauft sich doch lieber ein Haus im Grünen. Ein Objekt mit etwas Garten, wo die Kinder noch draussen spielen können ohne den Lärm und die Stadtluft ist doch viel attraktiver als so ein umfunktioniertes Büro...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fizzi am 04.10.2011 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    In vielen Fällen

    muss man sich doch eher fragen, wie konnte aus Wohnraum Büroraum werden? Das wär viel interessanter zu wissen.

  • Meister Proper am 03.10.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Entgegen der "Logik"?

    Ich wohne selber auf dem Land und denke nicht dass die zahlungskräftigen Familien derart grosses interesse an einer teuren Stadtwohnung haben werden. Wer sich sowas leisten kann kauft sich doch lieber ein Haus im Grünen. Ein Objekt mit etwas Garten, wo die Kinder noch draussen spielen können ohne den Lärm und die Stadtluft ist doch viel attraktiver als so ein umfunktioniertes Büro...

  • Xoff Pardey am 03.10.2011 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wer soll das bezahlen?

    Es ist ja schön, dass - endlich! - die Einsicht eingekehrt ist, dass Wohnquartiere und ihre schönen Häuser zum Wohnen da sind. Ich frage mich allerdings, wer die durch die hohen Büromieten verteuerten Häuser oder Wohnungen bezahlen soll? Will man wieder einmal zahlungskräftige Menschen in die Stadt locken, die sich wie die vielen Expats in keiner Weise am Kulturleben engagieren und ohne eine nachhaltige Verbindung zur Stadt wieder wegziehen, sobald sich eine bessere Möglichkeit ergibt?