Diegten BL

17. Mai 2016 17:12; Akt: 17.05.2016 17:30 Print

Notorischer Blaufahrer fuhr Freundin in den Tod

Tragisches Unglück in Diegten: Auf dem Rückweg von der Geburtstagsfeier ihres Vaters starb am Montag eine junge Frau. Ihr Freund lenkte ihr Auto betrunken in eine Mauer.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Diegten ist am Montagabend eine junge Frau gestorben. Die 34-Jährige sass auf dem Beifahrersitz, am Steuer ihr Freund. Der 39-jährige lenkte den silbernen Opel Corsa seiner Partnerin, obwohl er nicht mehr im Besitz eines gültigen Führerausweises war. Und obwohl er zu tief ins Glas geschaut hatte. 1,83 Promille ergab die Atemalkoholmessung der Polizei später. Kurz nach 20 Uhr war das Pärchen von der Geburtstagsfeier ihres Vaters in Tenniken aufgebrochen. Wenige Kilometer und Minuten später kam der Opel in einer leichten Linkskurve auf der Hautpstrasse in Diegten von der Strasse ab und krachte ungebremst in eine Mauer.

Die 34-Jährige wurde derart schwer verletzt, dass sie noch auf der Unfallstelle starb. Sie war nicht angeschnallt. Ihr Freund überlebte das Unglück und wurde ins Spital gebracht. Am Tag darauf erinnern Kerzen, Blumen und die Kreidemarkierungen der Polizei an das tragische Unglück. Es ist Mittag, ein junger Mann blickt gedankenversunken auf die Unfallstelle. «Sie war so ein lebensfroher, hilfsbereiter Mensch», sagt er. «Die Guten sterben immer zu früh.» Durch die Familie erfuhr er am Vormittag vom Tod seiner guten Freundin. «Ich habe im Geschäft sofort alles stehen und liegen gelassen und bin hierhergefahren.»

Er verlor den Ausweis wegen Alkohol und Drogen

Das Paar war erst vor wenigen Monaten auf die andere Seite des Belchen in die solothurnische Gemeinde Wisen gezogen. Am Montag setzte er sich nicht zum ersten Mal betrunken hinters Steuerrad. Den Ausweis hatte er schon länger nicht mehr, nachdem er wegen Fahrens unter Drogen und Alkoholeinfluss verzeigt worden war und danach ohne Führerausweis erwischt wurde. Lehren hat er daraus noch keine gezogen, jetzt musste seine Freundin deswegen ihr Leben lassen. «Er wird sich dafür verantworten müssen», sagt Polizeisprecher Meinrad Stöcklin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

(lha)