Horror-Crash bei Effingen AG

28. November 2019 10:28; Akt: 28.11.2019 13:35 Print

Basler Aleviten trauern um Opfer von Horror-Crash

Bei dem Horror-Crash auf der A3 bei Effingen AG sind drei Personen ums Leben gekommen. Laut der Staatsanwaltschaft sind die Opfer zwischen 42 und 64 Jahre alt.

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Das sind die Opfer des Unfalls bei Effingen AG. Freunde und Familienangehörige trauern auf Facebook um sie. So auch der SC Münchenstein. Der Fussballverein hat einen Event, der am Freitag stattfinden sollte, abgesagt. Der Montenegriner S.B.* (45) aus Staufen AG ist der Unfallverursacher von Effingen AG. Leser-Reporter A.M. war vor Ort: «Der Unfallverursacher versuchte zu flüchten. Bauarbeiter hielten ihn zurück.» Schwerer Auffahrunfall vor dem Bözbergtunnel bei Effingen AG. Ein weisser SUV raste von hinten in den roten Personenwagen und schob diesen in einen Lastwagen. Im roten Auto hätten mehrere Personen gesessen, sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Für sie kam jede Hilfe zu spät. «Das Auto wurde buchstäblich zerquetscht», sagt Bernhard Graser über das Fahrzeug, das in den LKW geschoben wurde. Für die Betroffenen kam jede Hilfe zu spät. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Vor dem Bözbergtunnel kam es am Mittwoch zu einem Unfall. Wie Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, zu 20 Minuten sagt, muss von mehreren Toten ausgegangen werden. «Es liegt eine spezielle Situation vor. Das betroffene Auto wurde massiv zerquetscht. Wir wissen, dass im Auto mehrere Leute drin sind, aber können noch nicht sagen, wie viele.» Dass es keine Überlebenden gibt, sei durch die vorliegende Situation von Anfang an klar gewesen. Das Auto werde nun auf einen Werkhof gebracht: «Dort wird sich die fatale Situation dann zeigen.» Laut der Polizei war der Überholstreifen vor dem Tunnel wegen einer Baustelle gesperrt. Derzeit gehe man davon aus, dass der Porschefahrer dies zu spät bemerkt habe und mit hoher Geschwindigkeit auf den roten Personenwagen auf der Normalspur aufgefahren sei. Der Unfall ereignete sich auf der A3 vor dem Nordportal des Bözbergtunnels. Der Verkehr in Richtung Zürich wird umgeleitet. Infolge des Unfalls kommt es zu massivem Stau. Infolge des Unfalls kommt es zu massivem Stau. Der Verkehr in Richtung Zürich wird beim Anschluss Frick von der Autobahn ab- und auf die Kantonsstrasse umgeleitet. Unfallstelle vor dem Bözbergtunnel bei Effingen AG. Der weisse Porsche wird zum Abtransport auf einen Lastwagen gehoben. Nachdem die Unfallautos abtransportiert wurden, blieben Teile des Autowracks auf der Fahrbahn liegen. Autoteile liegen auf der Fahrbahn. Die Unfallstelle, nachdem die Wracks fortgebracht wurden. Ein Mitarbeiter der Kantonspolizei Aargau nimmt Beweise auf. Die Unfallstelle kurz vor dem nördlichen Tunneleingang des Bözbergtunnels. Der hintere LKW sei glücklicherweise nicht in die Kollision involviert gewesen.

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Die Identität der drei Toten des schweren Unfalls auf der Autobahn A3 bei Effingen AG vom Mittwoch ist geklärt. Ums Leben kamen eine Frau im Alter von 55 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 64 und 42 Jahren, wie Fiona Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aargau, zu 20 Minuten sagt.

Gemäss Recherchen handelt es sich bei den Opfern um Aleviten aus der Region Basel. Freunde und Familienangehörige des Ehepaares E. E.* und N. E.* sowie von B. K.* trauern auf Facebook um sie. So auch der SC Münchenstein. Der Fussballverein hat einen Event, der am Freitag stattfinden sollte, abgesagt. Präsident Mazlum Iscen sagt zu 20 Minuten: «Ich kann nicht viel sagen. Der Jüngste der Verstorbenen war der Cousin eines ehemaligen Vorstandsmitglieds von uns. Die waren alle mit uns bekannt und kamen immer wieder an Spiele und Events des Vereins. Wir haben wegen des Unglücks unseren Event nun abgesagt.»

Verfahren eröffnet

Aus Gründen des Opferschutzes machte die Staatsanwaltschaft Aargau am Donnerstag keine weiteren Angaben zu den Opfern. Gegen den unverletzt gebliebenen Unfallverursacher, den 45-jährigen Montenegriner S. B.* aus Staufen AG, eröffnete die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ein Verfahren wegen mehrfacher vorsätzlicher oder fahrlässiger Tötung.

Welcher Tatbestand erfüllt sei, werde sich erst bei Abschluss der Untersuchung zeigen, teilte die Medienstelle der Staatsanwaltschaft Aargau auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Unfallfahrer nicht vernehmungsfähig

Die Staatsanwaltschaft konnte den Unfallverursacher B. bislang noch nicht befragen. Dies werde man tun, sobald er vernehmungsfähig sei, hiess es. Der Mann war kurz nach dem Unfall von der Polizei festgenommen worden. Nach einer vorsorglichen Untersuchung im Spital wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Der schwere Unfall hatte sich am Mittwoch um 9.10 Uhr auf der A3-Fahrbahn in Richtung Zürich vor dem Bözbergtunnel ereignet. Wegen einer Tagesbaustelle war der Überholstreifen durch ein Fahrzeug des Unterhaltsdienstes gesperrt worden. Wegen der Verengung auf einen Fahrstreifen bildete sich eine stockende Kolonne.

Leichen im Werkhof geborgen

Der mit grosser Geschwindigkeit nahende Sportwagenfahrer bemerkte im letzten Moment, dass der Verkehr auf eine Spur geleitet wurde. Er schwenkte nach rechts auf die Normalspur, streifte einen Sattelschlepper und prallte ins Heck des mit drei Personen besetzten Personenwagens.

Dieser wurde gegen einen Lastwagen gedrückt und zwischen den beiden Fahrzeugen zerquetscht. Auf der Unfallstelle war nicht eindeutig erkennbar, wie viele Opfer sich im zusammengedrückten Auto befanden. Das Wrack des Personenwagens wurde auf das Areal des A3-Werkhofes Frick abtransportiert, wo die Leichen geborgen wurden.

*Namen der Redaktion bekannt

(qll/lha/sda)