Bluttat von Basel

12. April 2019 09:38; Akt: 11.08.2019 11:02 Print

Petition fordert Gedenkstein für Ilias (†)

Ein Bewohner des Gotthelf-Quartiers, in dem der kleine Ilias von einer 75-Jährigen im März niedergestochen wurde, wünscht, dass ein Gedenkstein an die Tragödie erinnert.

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Am St.-Galler-Ring im Basler Gotthelf-Quartier erinnert ein Meer von Blumen und Kerzen an die Bluttat. Eine Petition verlangt nun, dass dort eine Gedenktafel an das Schicksal von Ilias erinnern soll. «Er lässt uns traurig und in ewiger Erinnerung an ihn zurück», schreibt die Familie in der Todesanzeige. Der Bube wurde am 23. März im Kosovo beigesetzt. Beigesetzt wurde das Opfer im Rahmen des Mittaggebets am Samstag um 12 Uhr. Die Beerdigung fand in der Stadt Gjilan im Kosovo statt. Laut einem Trauergast haben sich rund 500 Trauernde vom Opfer verabschiedet. «Alle weinten und waren sehr traurig.» «Ich habe noch nie eine so traurige und emotionale Beerdigung erlebt», sagte eine Teilnehmerin. Laut Jetmira Avdili, einer karitativen Helferin aus Solothurn, musste die Familie teure Tickets bezahlen. Ein Post ruft zum Spenden auf. Jetmira Avdili arbeitet für die Organisation Only Ten For a Better World. Er wurde am Donnerstag auf offener Strasse auf brutale Art und Weise getötet. Der 7-jährige I.M. wurde von einer Frau niedergestochen. «Es geht uns ganz schlecht», sagt seine Mutter einen Tag nach der Tat. Emi Salahi hat via Facebbok für Samstag zum Trauermarsch für den getöteten 7-jährigen I.M. aufgerufen. «Ich hatte in den Medien über die schreckliche Tat erfahren und war so erschüttert, dass ich irgendwie helfen wollte», sagt er. Der Marsch soll am Samstag in Basel um 14 Uhr beginnen. «Ich würde gern mit den Teilnehmern vom Schulhaus Gotthelf zum Tatort am St. Galler Ring laufen und dort Kerzen anzünden und Blumen niederlegen», erklärt Salahi. Einen Tag nach der unbegreiflichen Bluttat ist der Tatort am St. Galler-Ring mit Blumen und Trauerbekundungen übersät. Beim St. Galler-Ring in Basel wurde am Donnerstag ein 7-jähriger Bub erstochen. Am Freitagmorgen legen Menschen am Tatort Blumen nieder. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Auch Schulkinder trauern um den 7-Jährigen, der von einer 75-jährigen Schweizerin erstochen worden sein soll. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Am Freitagmorgen markiert die Polizei vor dem Schulhaus Präsenz. Die 75-jährige Frau hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt und angegeben, den Jungen angegriffen zu haben. Bei dem getöteten handelt es sich um einen Kosovo-Albaner. Der Schüler wurde auf offener Strasse getötet. Kurz darauf stellte sich eine 75-Jährige Schweizerin der Polizei. Die Klassenlehrerin fand den Buben, der schwere Verletzungen im Halsbereich aufwies. Die 75-Jährige griff den 7-Jährigen in der Nähe des Gotthelf-Schulhauses an. Der 7-Jährige wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Frau meldete sich bei der Polizei. Am Tatort werden Blumen niedergelegt. Blumen und Kerzen am Tatort. Auch Schulkinder legen Blumen nieder. Weshalb es zur Bluttat kam, ist noch völlig unklar. «Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden», sagt die Polizei und die Basler Staatsanwaltschaft.

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Auch drei Wochen nach der Bluttat von Basel, bei der die 75-jährige A. F.* den siebenjährigen Ilias M.* mit einem Messer jäh aus dem Leben riss, erinnert am Tatort am St.-Galler-Ring noch ein Blumenmeer an die Tragödie. Irgendwann werden die Blumen und Kerzen verschwunden sein. Wider das Vergessen soll am Tatort aber eine Gedenktafel errichtet werden. Das fordert eine Online-Petition auf der Plattform Petitio.ch.

«Ich und viele andere Menschen fordern mit dieser Petition, dass die Stadt Basel an der Unglücksstelle im Gotthelf-Quartier am St.-Galler-Ring in Basel einen Gedenkstein für Ilias M. errichtet.» Mit einem Satz begründet der Petent aus Biberist seinen Wunsch.

Ob die Stadt dafür Gehör hat, ist unklar. Öffentliche Gedenkelemente sind in der Regel historischen Figuren und Ereignissen gewidmet. Das muss aber nicht heissen, dass eine Gedenktafel für Ilias chancenlos ist. «Die Petition bedarf einer gesamthaften Betrachtung durch das für die Beantwortung zuständige Gremium», erklärt Regierungssprecher Marco Greiner gegenüber der bz Basel. Zuständig ist, je nachdem, wo die Petition eingereicht wird, die Regierung oder der Grosse Rat.

Zweifel an Schuldfähigkeit der Täterin

Die Täterin befindet sich in Untersuchungshaft, psychologische Abklärungen werden derzeit durchgeführt. Bei der 75-jährigen A. F.* bestehen Zweifel an ihrer Schuldfähigkeit. Die Frau fühlte sich schon seit Jahrzehnten als Behörden-Opfer und begründete die Bluttat damit, dass sie sich Gehör verschaffen wollte, weil ihr keiner zuhörte.

(lha)