Behörden überfordert

06. September 2019 16:06; Akt: 06.09.2019 16:06 Print

Pferde wären an diesem Brunnen längst verdurstet

Eine ehemalige Pferdetränke bei der Basler Kaserne ist seit Jahren trockengelegt. Der einzige Brunnen auf dem belebten Areal überfordert die Stadt.

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Manchmal stellt ein Schlaumeier das Wasser wieder an und dann tropft ein trauriges Rinnsal aus dem Hahn. Aber eine echte Erfrischung bietet der lange Doppelbrunnen schon lange nicht mehr. Und wären die Zuständigkeiten für den Brunnen damals schon so vertrackt gewesen, als die Armee hier noch ihre Pferde hielt – diese wären längst verdurstet.

Nachdem nun das Basler Newsportal Prime News in Erfahrung bringen wollte, warum dort kein Wasser fliesst, hat die Stadtgärtnerei eine Hinweistafel aufgestellt. Darauf wird eine Reparatur in unbestimmter Zeit in Aussicht gestellt.

Belebte Wiese, toter Brunnen

Die Stadtgärtnerei pflegt den Brunnen seit anderthalb Jahren, vorher war gar niemand für ihn zuständig. Dabei ist der traurige Anblick der Kaserne, die heute ein Kultur- und Gastrobetrieb ist, schon länger ein Dorn im Auge.

Bei schönem Wetter ist die grosse Wiese vor der Kaserne von Familien bevölkert, die hier spielen und picknicken. «Bei allen Grünflächen muss es einen Brunnen geben, gerade wenn sie so belebt ist wie das Kasernenareal», sagt Kaserne-Geschäftsführer Thomas Keller gegenüber Prime News.

Aufwendige Tiefbaumassnahmen nötig

Dabei sind die Probleme des Brunnens dem Tiefbauamt seit Jahren bekannt. Der Abflussschacht ist trotz regelmässiger Reinigung chronisch verstopft. Deshalb wurde der Brunnen trockengelegt. Um die Probleme zu beheben, müsste der Brunnen saniert und der Abfluss aufgerissen und erneuert werden, erklärte die Sprecherin des Tiefbauamts.

«Die nutzbringenden Reparaturarbeiten können nur mit aufwendigen Tiefbaumassnahmen ausgeführt werden», ist dem Aushang der Stadtgärtnerei zu entnehmen. Diese würden so bald wie möglich erfolgen. Beim Tiefbauamt war auf Anfrage in Erfahrung zu bringen, dass die Arbeiten im nächsten Jahr gemacht werden sollen.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzli der Echte mit Zopf am 06.09.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Behörden überfordert mit was Kaffeetrinken und Plaudern!?

  • Karli O. am 06.09.2019 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es muss rentieren...

    Ein Brunnen generiert halt keine Einnahmen, ist viel mehr ein Service Public. Deshalb wundert es mich auch nicht, dass der Kanton bzw. das Tiefbauamt keine grosse Anstalten hegt, dies zu priosieren.

  • Hugi am 06.09.2019 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Breaking News wäre angebracht. Was für ein Skandal. Einer von 100000 Brunnen läuft nicht, unmöglich sowas.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner Stadler am 07.09.2019 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Normalität

    Hier in Basel läuft so einiges nicht wie es soll

  • dmc am 07.09.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser Marsch

    die Basler buddeln in der ganzen Stadt, und für ein neuer Abfluss braucht es über 50 Jahre klingt komisch ist aber so

  • Yolanda Hecht am 07.09.2019 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Egal, ist ja nur das Untere Kleinbasel

    Der Brunnen war schon ein Rinnsal als mein Sohn noch klein war. Das war vor 20 Jahren. Wann, wenn nicht jetzt, da der Kasernenhauptbau saniert und umgebaut wird, hätte man dieses Problem anpacken können? Aber hier ist das Untere Kleinbasel. Die Bedürfnisse der Menschen auf der Kasernenwiese und im Quartier zählen wenig. Die Stadtgärtnerei schafft es gerade noch die Steingärten beim Erasmusplatz, halbherzig zu pflegen. Katzengras und wilder Portulak überwuchern seit Jahren die Bienenpflanzen. Dafür darf ich dann tagtäglich die gepflegten Beete mit wechselnder Bepflanzung beim Totentanz sehen.

  • Eduard J. Belser am 07.09.2019 06:07 Report Diesen Beitrag melden

    Auch für wundgerittene Hintern

    Der Brunnen diente nicht nur als Pferdetränke. Darin kühlten sich auch die Kavallerierekruten nach dem scharfen Drill auf den harten Militärreitsättel in den Reitstunden die wundgerittenen Hintern.

  • chrigu75 am 06.09.2019 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taka Tuka Land

    Ist halt so in der verwöhnten Schweiz. Selbst wenn es keine richtigen Probleme sind. Werden welche daraus gemacht. Und umgekehrt auch. Aber das mit unseren CH Behörden, stimmt eben schon. Die sind absolut für gar nix. Wie in Taka Tuka Land.