Rheinfelden AG

21. Januar 2019 16:36; Akt: 21.01.2019 16:36 Print

Polizeiposten wegen Artilleriegeschoss geräumt

Ein Mitarbeiter einer Recycling-Firma fand am Montag Munition im Altmetall und brachte sie zur Polizei. Was er offenbar nicht wusste: eine 90-Millimeter-Artilleriegranate war noch scharf.

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Insgesamt vier Geschosse lieferte der Recycling-Angestellte am Montag, 21. Januar beim Polizeiposten Rheinfelden AG ab. Laut Medienmitteilung der Behörden hatte er sie im Altmetall gefunden. Eine der Granaten war aber noch scharf, weshalb der Posten geräumt werden musste.

Fachleute des Kommandos Kamir (Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung) der Schweizer Armee mussten aufgeboten werden, um den Blindgänger in einem Spezialfahrzeug abzutransportieren, wie es weiter heisst. Bei dem Geschoss handle es sich um eine deutsche Artilleriegranate mit Kaliber 90 Millimeter aus dem Ersten Weltkrieg.

Auf keinen Fall selber mit Blindgängern hantieren

Die Polizei rät dringend, bei einem Munitionsfund die Geschosse nicht zu berühren, die Fundstelle zu markieren und den Notruf 117 zu wählen. Sie verweist zudem auf den Blindgänger-Leitfaden der Schweizer Armee.

Bei Hausräumungen oder auf Wanderungen könnten immer wieder Geschosse auftauchen. Munition sei immer brisant und sollte von Fachleuten gehandhabt werden. Sonst könne es fatale Folgen haben, denn Blindgänger könnten durch Erschütterungen gezündet werden. Zudem seien vor allem chemische Zünder alter Munition empfindlich auf Temperaturänderungen.

Wer die Munition beim betroffenen Recycling-Unternehmen entsorgen wollte oder wie die Person in Besitz des gefährlichen Blindgängers gekommen war, ist unklar. Die Aargauer Polizei ermittelt nun in dem Fall.

(las)