Immer mehr Prostituierte

11. Dezember 2011 23:01; Akt: 11.12.2011 20:25 Print

Preiskampf spitzt sich zu

von Jonas Hoskyn - Noch nie gab es so viele Sex-Arbeiterinnen in Basel wie im November. Das setzt die Frauen unter Druck: Sex ohne Gummi und Drogen sind aktuell auf dem Vormarsch.

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Die Konkurrenz unter den Sex-Arbeiterinnen nimmt zu. (Foto: hys)

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Rekordverdächtige 582 Sex-Arbeiterinnen waren im November in Basel gemeldet. Zum Vergleich: Noch Anfang Jahr waren es jeweils um 150. Nach der Ausweitung der Personenfreizügigkeit in Richtung Osten stieg die Zahl im Mai auf 413 und blieb seither konstant hoch. «Wir haben damit gerechnet, dass der Markt ausgetestet wird», so Martin Schütz vom Justiz- und Sicherheitsdepartement. Eigentlich sei das Klima moderat, aber die neue Konkurrenzsituation habe auch einige Unruhe ins Rotlicht-Viertel gebracht. Anwohner gaben gegenüber 20 Minuten an, dass in den letzten Wochen immer mehr Frauen wieder ausserhalb der Toleranzzone anschaffen würden.

Ein viel grösseres Problem ist momentan der Preisdruck durch das grosse Angebot im Milieu. «Die Situation war wegen der schlechten Konjunktur schon vorher schwierig», so Daniel Stolz von der Aidshilfe beider Basel. Der Konkurrenzdruck schwäche die Position der Frauen gegenüber den Freiern zusätzlich. «Wir hören vermehrt von Druckversuchen von Freiern, die Sex ohne Kondom wollen», so Stolz. Ausserdem sieht die Fachstelle weitere beunruhigende Tendenzen: «Nach unserem Eindruck versuchen sich immer mehr Frauen mit Kokain und anderen Substanzen wach zu halten», so Stolz, «und die Situation droht noch härter zu werden.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adrian am 12.12.2011 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Personenfreizügigkeit

    Es ist schön, dass man hier doch zugibt, dass durch die Personenfreizügigkeit ein massiver Preisdruck entstanden ist. Aber seien wir ehrlich. Der Staat kann das hier nur zugeben, da in dieser Branche kaum Schweizerinnen betroffen sind. In allen Branchen wo Schweizer arbeiten, gibt es laut Bundesrat keinen Druck auf die Löhne. Wer es glaubt...

  • Ein Mann am 12.12.2011 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Latenter Selbstmord

    Sex ohne Gummi? Und dann noch mit einer Prostituierten??? Jeder der sein Leben liebt sollte eigentlich genug vernünftig sein es auch zu schützen, wobei es völlig egal ist, ob die Sexualpartnerin eine Professionelle, ein One Night Stand, eine Arbeitskolleging, die Nachbarin, die Turnverein Kollegin, etc ist. Gilt natürlich für beide Geschlechter.

  • Marc am 12.12.2011 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    finde prostituierte auch...

    finde prostituierte auch passender, hure oder schl..pe hingegen nicht. das es in der heutigen augeklärten zeit überhaupt noch anfragen für sex ohne gummi gibt, finde ich mehr als fraglich. allgemein fehlt es der gesellschaft etwas an respekt diesen frauen gegenüber. auch die steigende zahlt an frauen die sich verkaufen finde ich besorgniserregend. ich habe nichts gegen sie, denn auch sie erfüllen einen zweck und ich möchte nicht wissen, wieviele vergewaltiger ohne sie herumlaufen würden. ich nutzen diesen service nicht, kenne aber jemanden der früher einmal als S-A gearbeitet hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sabina Z. am 13.12.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unterstützung

    Wo ist das Problem? Die wollen doch nur arbeiten und unser Rechtsystem, von einer SP Frau im Bundesrat vertreten, stützt das auch noch. Also regt Euch nicht auf und tut was gegen den Preisdruck, dass die Frauen wieder richtig verdienen. Die Freier allerdings, die Sex ohne Kondom wollen, sollten sofort angezeigt werden. Sie sind gefährlich für unsere Gesellschaft.

  • Laura am 12.12.2011 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    SEX-TOURISMUS VERBIETEN

    Es kann nicht sein, dass diese Sex-Gesellschaft für 3 Monate Schwarzarbeiten betreiben können, und danach wieder verschwinden, um die Steuern zu umgehen.

  • Brigitte am 12.12.2011 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlechtskrankheiten jetzt günstig

    Billige Nut... sind bestimmt ein Traum vieler Männer. Aber ohne Gummi gibts allerlei Geschlechtskrankheiten. Häufig ist mit einem Vorteil irgendein Nachteil verbunden. Den Nachteil erkennt man meistens erst, wenn es schon zu spät ist.

  • Maria J.L. am 12.12.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Spässchen der Evolution

    Ben Greenstein, Biochemiker: "Im Wesentlichen ist der Mann ein Befruchter für Frauen. Sein Bedürfnis Gene in Frauen zu injizieren ist so stark, dass es sein Leben von der Pubertät bis zum Tod dominiert.... Wird er von der Übermittlung seiner Gene abgehalten, so wird er gestresst, krank und kann zusammenbrechen oder außer Kontrolle geraten."

    • Dani am 12.12.2011 21:34 Report Diesen Beitrag melden

      SELBST-BEHERRSCHUNG IST GEFRAGT

      Kann ja seine Bedürfnisse / Selbst-Befriedigung mit sich selbst ausmachen.

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  • Adrian am 12.12.2011 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Personenfreizügigkeit

    Es ist schön, dass man hier doch zugibt, dass durch die Personenfreizügigkeit ein massiver Preisdruck entstanden ist. Aber seien wir ehrlich. Der Staat kann das hier nur zugeben, da in dieser Branche kaum Schweizerinnen betroffen sind. In allen Branchen wo Schweizer arbeiten, gibt es laut Bundesrat keinen Druck auf die Löhne. Wer es glaubt...