3 Fälle nach Sommerferien

23. November 2018 04:46; Akt: 23.11.2018 09:27 Print

Primarschüler in Basel beissen Lehrer

Die Lehrergewerkschaft in Basel schlägt Alarm: In der ersten fünf Wochen nach den Sommerferien gingen drei Meldungen über beissende Schüler ein.

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Drei Lehrerinnen meldeten sich in den ersten fünf Wochen nach den Sommerferien beim Rechtsdienst der Freiwilligen Schulsynode (FSS) in Basel. Sie hatten Bisswunden von Schülern zu beklagen, wie die «bz Basel» schreibt. FSS-Präsident Jean-Michel Héritier ist laut Bericht alarmiert.

Wenn Kinder bis ins Primarschulalter beissen, dann hätten sie wichtige Entwicklungsschritte nicht vollzogen, so der Pädagoge. Er ortet die Ursprünge der Gewalt in der Erziehung. So hätten die Kinder immer früher Zugang zu Horrorfilmen und sogenannten «Ballerspielen». «Das gibt zu denken», sagt Jean-Michel Héritier.

Forderung nach Schulinseln

Der FSS-Präsident erkennt bei Schulleitungen und Lehrern eine Hilflosigkeit. Sie bekämen den gesellschaftlichen Wertewandel und die Orientierungslosigkeit der Jungen am stärksten zu spüren. Insbesondere nach den langen Sommerferien müssten die Lehrer die Kinder zuerst wieder erziehen.

Héritier fordert nun, dass Kinder aus ihrer Klasse genommen und vorübergehend in einer sogenannten Schulinsel unterrichtet werden können, falls sie den Unterricht massiv stören. Diese Idee hat in Zürich bereits Schule gemacht. Das Basler Erziehungsdepartement (ED) äussert sich dazu zurückhaltend. Die Vorschläge der FSS würden derzeit bearbeitet.

(scl)