Baselland

28. Juli 2014 16:32; Akt: 28.07.2014 17:06 Print

Regenreicher Sommer schadet der Ernte

Die Baselbieter Bauern fahren aufgrund der nassen Witterung weniger Getreide ein – auch die Kirschenernte leidet darunter.

storybild

Ab Mitte Juli sollte das Getreide geerntet werden. Die Ernte leidet jedoch unter den starken Regenfällen. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die starken Regenfälle bereiten den Bauern in der Region Kopfzerbrechen. Obwohl es im Baselbiet zu keinen Überschwemmungen kam, ist diese Regenintensität bei vielen Bauern nicht unbedingt erwünscht. In der zweiten Julihälfte sollte das Getreide geerntet werden, doch der Regen macht den Bauern teilweise einen Strich durch die Rechnung.

«Die Getreideernte leidet unter dem starken Regen. Wenn das Getreide nicht trocknen kann, fängt es an zu treiben und kann nicht mehr weiterverarbeitet werden für die Brotproduktion», erklärt Pascal Simon, Leiter Landwirtschaftliche Produktion des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain in Sissach. Das Getreide wird dann zu Futtergetreide für Tiere deklassiert. Dieses Jahr gäbe es aufgrund des Wetters mehr Futtergetreide, die Qualität sei jedoch schlechter, so Simon weiter.

An den wenigen schönen Tagen versuchen viele Bauern das Getreide zu ernten um es anschliessend in die Mühlen zu bringen, was zu einer logistischen Herausforderung führe.

Einbussen auch bei den Kirschen

Auch für Weiden ist der Regen ein Problem, da die Tiere den aufgeweichten Boden kaputt treten. «Aus diesem Grund müssen sie teilweise eingestallt werden, was wiederum zu höheren Kosten für die Bauern führt», sagt Simon.

Trotz der widrigen Witterungsumstände ist aber dieses Jahr eine Rekordernte bei den Kirschen – trotz Einbussen – zu erwarten.«Die Ernte wäre noch höher ausgefallen, wenn nicht einige Kirschen vor allem von Hochstammobstbäumen oder ungedeckten Anlagen wegen des Regens aufgesprungen wären», so Simon. Quantifizieren lasse sich die Menge an Kirschen noch nicht.

(pjz)