Honig

16. Juni 2011 22:47; Akt: 16.06.2011 21:12 Print

Rekordhohe Ernte – doch erneut drohen Milben

von Lukas Hausendorf - Bei den Imkern in Basel herrscht Freude: Ihre Bienen bescheren ihnen dank des milden Frühlings eine Rekordhonigernte. Das nächste Bienensterben droht aber bereits.

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Der milde Frühling war für die Bienen ideal. (Bild: apn)

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«Viele unserer Imker haben eine Jahrhunderternte», sagt Fredy Schärmeli, Präsident des Arlesheimer Bienenzüchtervereins. Während die Imker in den letzten Jahren vom Pech verfolgt waren – die Varroa-Milbe raffte zahlreiche Bienenvölker dahin – fliesst der Honig wieder in Strömen. «Der milde Frühling war ausserordentlich gut für unsere Bienen. Sie vermehrten sich und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten», so der Waldenburger Bieneninspektor Christian Hochstrasser. Man müsse aber wachsam bleiben. «Nächstes Jahr kann alles schon wieder anders sein», mahnt er. «Die Temperaturen sind jetzt sehr gut für die Milben», gibt auch Schärmeli zu bedenken. Nach der Ernte müsse sofort mit der Behandlung der Bienenstöcke angefangen werden, damit die Völker milbenfrei durch den Winter kämen.

Die heurige Renaissance der Bienen lockt auch Neo-Imker an. So haben die Anmeldungen für Grundkurse beim Basler Imkerverein zuletzt zugenommen. «Auch Jüngere interessieren sich dafür», so Andreas Seiler, der dem Urban Agriculture Netzwerk angehört und dort für das Stadtimkern wirbt, ein in Nordamerika immer beliebterer Trend. Dank den vielen Hinterhöfen ist die Biodiversität in der Stadt sehr gross. Er selbst hält Bienenstöcke auf dem Gundeldingerfeld und beim Schützenmattpark.

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