Ende des Pilotprojekts

17. Juli 2014 12:26; Akt: 17.07.2014 12:38 Print

SBB bricht Versuch mit neuem Halte-Konzept ab

Mit metergenauem Anhalten der Züge wollte die SBB pünktlicher werden. Der Pilotversuch an fünf Bahnhöfen in der Region Basel wird nun nicht fortgesetzt – weil er zu teuer war.

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Der Pilotversuch, der die Pünktlichkeit der Züge verbessern sollte, wird nicht fortgesetzt. (Bild: Keystone)

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Die SBB führen keine weiteren Pilotversuche für ein rascheres Ein-und Aussteigen der Fahrgäste durch: Bei einem ersten Probebetrieb im Laufental hätten sich die getesteten Massnahmen als zu aufwendig und kostenintensiv erwiesen, hiess es am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Duggingen BL.

Den ersten Versuch für ein flüssigeres Ein- und Aussteigen hatten die SBB vor rund einem Jahr an fünf Bahnhöfen der Strecke Basel-Laufen-Delsberg gestartet. Dabei hätten die Züge punktgenauer angehalten und die Kunden hätten sich auf den Perrons besser verteilt. Eine Beeinträchtigung des Fahrplans sei nicht eingetreten, sagte Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur.

Bodenmarkierungen: Geringer Effekt

Allerdings habe es auch negative Auswirkungen gegeben. So hätten die Bodenmarkierungen auf den Perrons nicht viel gebracht und das gesamte System sei technisch komplex. Dem im August auslaufenden ersten Pilotversuch wollen die SBB daher keine weiteren an anderen Testbahnhöfen in der Schweiz folgen lassen.

Mehr Pünktlichkeit und kürzere Fahrgastwechsel blieben indes weiterhin ein Ziel der SBB, sagte Gauderon weiter. Verfolgt werden solle dieses aber mit anderen Methoden. Im Laufental hatten die SBB die Perrons in gleich lange Sektoren von 50 Metern eingeteilt und neu markiert. Kritik hatte der Versuch beim Lokführerverband ausgelöst – vor allem wegen jeweils unterschiedlicher Halteorte.

(huf/sda)