Sarah Wyss (SP)

09. August 2019 04:47; Akt: 09.08.2019 04:47 Print

Basel soll Tigermücken sterilisieren

Seit 2018 ist bekannt, dass sich in der Region Basel die Asiatische Tigermücke ausbreitet. Forschern ist es gelungen, die Population der Blutsauger zu verkleinern. Auf diese Methode soll Basel setzen.

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SP-Grossrätin und Nationalratskandidatin Sarah Wyss möchte wissen, was die baselstädtische Regierung gegen die Tigermücke unternimmt. Sie hat deshalb im Grossrat eine Interpellation eingereicht und präsentiert sie eine mögliche Lösung für das Tigermücken-Problem.

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Sollten die Behörden härter gegen Tigermücken vorgehen?

Chinesischen Forschern ist es gelungen, grosse Teile der lokalen Tigermücken-Population auszurotten. Dazu haben sie die männlichen Tiere mit einem speziellen Bakterium infiziert. Ausserdem wurden die Tigermücken mithilfe von Gammastrahlung sterilisiert. Dadurch konnten 94 Prozent der abgelegten Eier der Mücken unfruchtbar gemacht werden.

Die Gesundheitspolitikerin Sarah Wyss schlägt deshalb vor, dass auch der Kanton Basel-Stadt einen entsprechenden Pilotversuch durchführt.

Seit 2018 in der Schweiz

Die eingeschleppte Asiatische Tigermücke ist aggressiv und potentiell gefährlich. Seit 2018 ist die Tierart in der Region Basel nachgewiesen. Deren Stiche sind deutlich grösser und schmerzhafter als die der einheimischen Stechmücken.

Das schwerwiegendere Problem ist aber, dass die asiatische Stechmücke gefährliche Krankheiten übertragen kann. Passiert ist das beispielsweise in Kroatien, Italien, Südfrankreich oder Spanien. Lokal gab es Ausbrüche des Chikunga-Fiebers. Diese Krankheit kam ursprünglich nur in den Tropen vor.

Bundesamt hält derzeit wenig von der Idee

Anne-Gabrielle Wüst Saucy, Sektionschefin Biotechnologie beim Bundesamt für Umwelt, sieht derzeit keinen Handlungsbedarf: «In der Schweiz sind die Asiatischen Tigermücken nicht überall verbreitet und übertragen zurzeit keine Krankheiten», sagt sie.

Deswegen siehe der Bund aktuell keinen Grund, ein solches Projekt wie in China anzustossen, überwache aber die Situation. Sollten sich die Umstände ändern, werde man rasch handeln, betont Wüst Saucy.

(kom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Expat am 09.08.2019 05:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Bund sieht keinen Bedarf..

    Lieber Bund du siehst also keinen Handlungsbedarf. Ich hatte mal Denquefieber übertragen von einer Tigermücke. Jeder einzelne Fall ist einer zuviel. Die Auswirkungen sind fatal und wenn es eine Möglichkeit gibt das zu verhindern, dann tut gefälligst was.

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  • errare humanum est am 09.08.2019 05:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht der einzige Blutsauger

    Welcher sterilisiert werden sollte

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  • Perler Jacqueline am 09.08.2019 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tigermücke

    Habe in Asien gelebt enpfehle dringend jetzt etwas zu unternehmen! Seid nicht so blauäugig diese Mücke wir sich rasch verbreiten da wir super Bedingungen für sie haben. (Stehendes Wasser) Man hört sie auch nicht!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • C.F....... am 09.08.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Tigermücke

    In Schinznach wo ich wohne hat es Tausende Tigermücken und keiner nimmt was runter...

  • Biker am 09.08.2019 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unschlüssig

    Für irgendwas müssen die Tiere ja auch gut sein. Warum hätte die Natur sie sonst hervorgebracht? Ausrotten ist daher wohl verkehrt. Populationen eindämmen dürfte genügen. Bin aber tatsächlich unschlüssig. Die Biester nerven schon.

  • Lukin am 09.08.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Irrsinn

    Glaubt irgend jemand im ernst, dass dieses Bakterium sich brav nur an die Tigermücke hält? Meint irgend jemand, Mücken hätten keine Aufgabe? Glaubt irgend jemand, dass die Chinesen schlauer sind als die Natur?

  • Remo am 09.08.2019 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die kommen nicht, die sind schon hier

    Das erste mal gesehen hab ich die dinger in Amerika. Mir ist aber auch schon vor einigen Jahren aufgefallen, das sich diese Tiere bei uns domestizieren. Der Welthandel lässt grüssen.

  • marona am 09.08.2019 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Mücke nur Vorwand um M. zu sterilisieren

    Wacht doch mal auf. Die Tigermücke ist wieder mal ein willkommener Sündenbock um die Menschheit zu sterilisieren und immer mehr zu vergiften. Denn all diese Ausrottungsmassnahmen schaden m.M.n. vorallem den Menschen . Die Insekten hingegen sind zäh.Ein Teil von Denen wird jede Giftattacke überleben und sich rasant wieder vermehren und Gegengifte entwickeln..die dann wirklich zunehmend gefährlicher werden.