Arlesheim BL

16. September 2019 17:32; Akt: 16.09.2019 17:32 Print

«Habe Schlange provoziert und bin weitergegangen»

Am späten Sonntagabend wurde in Arlesheim eine Schlange gesichtet. Mutmasslich handelt es sich um eine Natter. Was ist in solchen Fällen zu tun?

In einem Video hält der Leser-Reporter die Begegnung mit der Schlange vor seinem Haus fest.
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Am späten Sonntagabend hatte ein Leser-Reporter eine etwas exotische Begegnung vor seinem Haus in Arlesheim: Auf dem Video, das er aufnahm, ist eine Schlange zu sehen. Der Leser wurde durch seine Katze auf das Tier aufmerksam. Er habe sie zuerst etwas «provoziert», bevor er wieder gegangen sei und sie in Ruhe gelassen habe.

Doch wie verhalten sich Reptilien-Laien am besten, wenn sie auf eine Schlange treffen? Und sollten sie versuchen das Tier einzufangen? Auf Anfrage von 20 Minuten gibt Adrian Gaugler, Mediensprecher der basellandschaftlichen Polizei Auskunft: «Wir haben Spezialisten, die auf Reptilien ausgebildet sind. Man sollte auf keinen Fall versuchen, das Tier selber einzufangen.»

Wichtig sei aber, sich zu merken, in welche Richtung die Schlange sich bewege. Wenn man nicht wisse, um welche Art es sich handle, könne man jederzeit die Polizei alarmieren. Weil der Leser-Reporter die Begegnung nicht der Polizei gemeldet hat, weiss man nicht, um was für eine Schlange es sich hier handelt. Aufgrund des typischen Musters könnte es aber eine Natter sein, die hier ebenfalls heimisch ist.

Küche wegen Schlange ausgebaut

Die «Schlangen-Saison» hält die Polizei immer wieder auf Trab. Wenn es warm ist, sei vor allem mit Ringel- und Kornnattern zu rechnen. Es wurden wiederholt Fälle gemeldet, bei denen Schlangen in Gärten oder sogar in Liegenschaften auftauchten.

Ein «geradezu spektakulärer Fall» hat die Baselbieter Polizei vor sieben Jahren sogar mehrere Tage beschäftigt. In einer Wohnung war «eine grössere Schlange» gesichtet worden, die dann trotz Durchsuchung wie vom Erdboden verschwunden schien. Daraufhin wurde zuerst die Küche ausgebaut, dann das Badezimmer teilweise demontiert sowie anschliessend die Wand- und Bodenplatten herausgeschlagen. Schliesslich konnte ein Reptilien-Spezialist mit einer Maus als Lockmittel die 70-Zentimeter-lange Kornnatter einfangen.

(mhu)