Basel

09. Februar 2011 22:03; Akt: 09.02.2011 21:57 Print

Schmuggel und Gewalt an der Grenze

von Jeanne Dutoit - Die Grenzwache hat vermehrt mit gewaltbereiten Personen zu tun: Vor allem an der französischen Grenze kommt es häufig zu Zwischenfällen.

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Grenzwächter leben nicht selten gefährlich.

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«Ein Menschenleben scheint heute weniger Wert zu haben», sagt Markus Hubeli, Kommandant der Grenzwachtregion Basel. Er spricht aus Erfahrung: Sieben Grenzkontrollen wurden 2010 gewaltsam durchbrochen – ein Grossteil bei der Einreise in die Schweiz. Einmal musste ein Grenzwächter sogar seine Schusswaffe benützen, da er von einem Lenker fast über den Haufen gefahren worden wäre. «Die Fahrzeuge versuchen wir dann mit Nagel­gurten zu stoppen, was ein schwieriges Unterfangen ist», so Patrick Gantenbein, Informationsbeauftragter der Grenzwachtregion.

«Die Gewaltbereitschaft hat eindeutig zugenommen», resümiert er. Seit einigen Jahren könne man beobachten, wie die Akzeptanz gegenüber Grenzkontrollen sinke – ein schweizweites Phänomen. An der französischen Grenze kommt es zu mehr Gewaltakten als am deutschen Grenzübergang. Zudem wurde in der Region mehr geschmuggelt, besonders Khat: 710 Kilo der Droge wurden im vergangenen Jahr von den Behörden sichergestellt – eine Rekordmenge.

Und immer wieder würden Rumänen versuchen, mit präparierten Taschen kiloweise gefälschten Goldschmuck in die Schweiz zu bringen.