Basler Grenze

23. Juli 2014 14:17; Akt: 23.07.2014 16:20 Print

Schmuggler zwei Mal mit gleichem Fleisch erwischt

Ein Beizer ist gleich zweimal mit der gleichen Ladung Schmuggelfleisch erwischt worden – jetzt zahlt er tausendfach für 40 Kilo Frischfleisch.

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Ein Schmuggler aus der Region Basel wurde an der Schweizer Grenzkontrolle gleich zweimal erwischt. Er hatte versucht 40 kg Frischfleisch aus Deutschland einzuführen. (Bild: zvg)

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Der 33-jährige Türke mit Wohnsitz im Baselbiet hatte mit seiner Frau im Auto den unbesetzten Grenzübergang Riehen–Weilstrasse benutzt. In Riehen kontrollierten ihn Grenzwächter und fanden das Fleisch, darunter 32 Kilo Schweins-Nierstücke. Die Freimenge liegt bei einem Kilo Frischfleisch pro Person und Tag – Mehrmengen sind zu deklarieren und zu verzollen.

Das Fleisch wurde bei einem Grenzwachtposten fachgerecht eingelagert. Am Folgetag kam der Mann vorbei und bezahlte eine Busse sowie die fälligen Abgaben von insgesamt über tausend Franken. Er nahm das Fleisch mit, verzichtete jedoch auf dessen Einfuhr mit korrekter Verzollung und brachte es zurück nach Deutschland.

Das Fleisch wurde beschlagnahmt

Dort lud er die Ware in ein Auto mit jurassischen Kontrollschildern, das einem 41-jährigen Schweizer gehört. Diesem folgte er darauf bei der Einreise in die Schweiz – am gleichen Grenzübergang. Dabei fiel er jedoch den Grenzwächtern auf, worauf beide Fahrzeuge kontrolliert wurden – und das Fleisch erneut gefunden wurde.

Die Zollfahndung stellte in der Folge fest, dass die beiden Männer in geschäftlicher Beziehung zueinander stehen: Auch der Zweite sei im Gastronomiebereich tätig. Der zweite Schmuggelversuch werde nun als klarer Vorsatz taxiert, der eine Busse von mehreren tausend Franken zur Folge hat.

Zudem wurde das Fleisch beschlagnahmt, da Hinweise bestanden, dass es in den Handel gelangen könnte. Mit dem Autotransport bei sommerlichen Temperaturen war die vorgeschriebene Kühlkette unterbrochen. Das Fleisch wurde deshalb vernichtet.

(vh/sda)