11. November 2008 11:15; Akt: 11.11.2008 11:31 Print

Schülerin an Blutvergiftung gestorben

Eine 18-jährige Baselbieter Schülerin ist am Montagmorgen an einer Blutvergiftung (Sepsis) gestorben. Sie war am Sonntag in bereits kritischem Zustand ins Spital gekommen. Für ihre Umgebung dürfte kaum ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehen.

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Ein Communiqué der Baselbieter Bildungsdirektion vom Montagabend weckte Erinnerungen an den Tod einer Basler Schülerin durch eine Hirnhautentzündung vor wenigen Wochen. Doch beim aktuellen Fall am kvBildungszentrum Muttenz gehe es nicht um eine solche Meningitis, sagte der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr am Dienstag auf Anfrage.

Welcher Erreger zum rasant-tödlichen Verlauf der Blutvergiftung geführt hat, ist gemäss Schorr noch nicht klar. Zwar könnte es sich um Meningokokken handeln, doch diese seien sehr verbreitet - viele Menschen trügen diese etwa in der Nase, ohne zu erkranken. Die Verstorbene bedeute daher eine nur minim erhöhte Ansteckungsgefahr.

Die betroffene Schulklasse bekam am Montagnachmittag schulfrei. Die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie der Klassenlehrer wurden am Dienstagmorgen vom Rektor, dem Kantonsarzt und einer Psychologin informiert. Angeboten werden prophylaktische Antibiotika-Behandlung und psychologische Betreuung.

(sda)