Gays vs. Gläubige

21. August 2013 13:35; Akt: 21.08.2013 17:20 Print

Schwule gegen Freikirchen-Bands in Basel

Dass Ende August am Basler Jugendkulturfestival Bands aus dem ICF-Umfeld auftreten, stört die «habs»: Die Kirche sei homophob.

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Die «habs» stört sich daran, dass Bands wie We Invented Paris Ende August am Jugendkulturfestival auftreten dürfen. (Bild: Marisa Saurer)

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Die Basler Bands We Invented Paris, The Drops und St. Augustine haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten: Sie treten am Jugendkulturfestival JKF 2013 auf und entstammen dem Umfeld der Freikirche ICF (International Christian Fellowship). Daran stört sich die homosexuelle Arbeitsgruppe Basel «habs»: «Wir wollen, dass Menschen, die sich von ihrer feindlichen Haltung gegenüber Homosexuellen nicht distanziert haben, keine öffentliche Plattform gegeben wird», schreiben sie in einer Medienmitteilung. Denn die ICF sieht laut «habs» Homosexualität als «Fehlentwicklung» – und versucht gar, in Workshops Schwule und Lesben umzupolen.

Flavian Graber von We Invented Paris spricht sich klar gegen diese Vorwürfe aus: «Wir sind keine ICF-Band und haben nichts gegen Homosexuelle.» Einzig ein Bandmitglied sei bei der ICF angestellt, dies sei jedoch Privatsache. Auch JKF-Präsident Sebastian Kölliker sagt, dass er die am Festival auftretenden Bands nicht als missionarisch oder homophob erlebt. Sie seien nicht am Zuschauervoting durch Klicks der ICF-Community gewählt worden, sondern durch die Jury ausgesucht.

«Wir beobachten die Bands aus ICF-Nähe»

Der RFV (Popförderung und Musiknetzwerk der Region Basel) begrüsst hingegen das Vorgehen der «habs»: «Wir sind sehr froh, dass sie die Problematik aufwerfen – sie ist in Basel latent und bekannt. Wir beobachten, was die Bands aus ICF-Nähe machen», so Sprecher Chrigel Fisch. Würde ein Act auf der Bühne, in Interviews oder Texten gegen jemanden -etwa Homosexuelle- hetzen, würde die Band sofort aus einem RFV-Wettbewerb ausgeschlossen – dies sei jedoch noch nie vorgekommen.

Die ICF Basel distanziert sich davon, «magische Umpolungs-Therapieansätze» anzuwenden: «Wir bieten lediglich Rat in Workshops an, unter anderem auch zu gleichgeschlechtlicher Anziehung. Aber wir schliessen keine anders lebenden Menschen aus», so der leitende Pastor Ralf Dörpfeld.

(lua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel Bloch am 21.08.2013 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Echt peinlich

    diese Art, wie sich Homosexuelle und deren Streiter Medienpräsenz verschaffen. Eine Minderheit bringt es fertig, eine ganze Gesellschaft zu dominieren ... wohin soll das noch führen :(

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Bloch am 21.08.2013 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Echt peinlich

    diese Art, wie sich Homosexuelle und deren Streiter Medienpräsenz verschaffen. Eine Minderheit bringt es fertig, eine ganze Gesellschaft zu dominieren ... wohin soll das noch führen :(

    • Xoff Pardey am 21.08.2013 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Umso besser!

      Das wäre ja toll, wenn uns diese Minderheit in Zukunft dominieren würde...unter der Minderheit der Reichen ist es uns ja bisher nicht besonders gut gegangen. Die Schwulen und Lesben haben sicher viele spannende Ideen, die unserer Gesellschaft gut tun würden. Damit nicht der Verdacht aufkommt, ich würde Wasser auf die eigenen Mühlen schütten: ich bin nicht schwul.

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