Basel

24. Mai 2019 12:07; Akt: 24.05.2019 14:01 Print

«Das Scientology-Banner ist eine Provokation»

Die Basler Stadtbildkommission hat der umstrittenen Organisation verboten, mit einem 40 Quadratmeter grossen Transparent an ihrem Hauptsitz Werbung zu machen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Scientology darf auf ihrem Gebäude nicht grossflächig für den eigenen Youtube-Kanal Werbung machen. Die Basler Stadtbildkommission hat der umstrittenen Organisation untersagt, ein 40 Quadratmeter grosses Monstertransparent aufzuhängen, nachdem Thomas Erlemann, Anwohner und Präsident der «Gewaltfreien Aktion gegen Scientology», gegen ein entsprechendes Baugesuch Einsprache erhoben hatte.

«Bei dem Reklamegesuch handelt es sich nicht um eine Gebäudebeschriftung, sondern um ein Inserat im öffentlichen Raum», hält die Stadtbildkommission fest. Dies überdecke und beeinträchtige die vorhandene Architektur in unzulässiger Weise. Das Bauinspektorat wies das Reklamebegehren von Scientology in der Folge aus gestalterischen Gründen ab, wie diese Woche bekannt wurde.

Provokation gegenüber Nachbarschaft

Aktivist Erlemann kann frohlocken. In seiner Einsprache argumentierte er, dass der Banner eine Provokation gegenüber der Nachbarschaft sei. «Seit der Eröffnung der Scientology-Zentrale im April 2015 werden wir von Scientologen im Quartier auf der Strasse, vor Läden und an Bus- und Tramhaltestellen belästigt», heisst es in seiner Eingabe.

Besonders ärgerlich für Scientology: Für den Entscheid erhebt das Bauinspektorat eine Gebühr von 440 Franken. Scientology wird gegen den Entscheid nicht rekurrieren, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte.

(lha)