Basel-Stadt

30. Juli 2014 13:47; Akt: 30.07.2014 13:47 Print

Sepien leben schnell und intensiv im Zolli

von Valeria Happel - Nur noch zwei der überaus intelligenten sowie lebensfreudigen Tintenfische sind im Zoo Basel übrig. Die Experten für Muster und Farben können jedoch nicht lange bestaunt werden.

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Aufgrund der geringen Lebensdauer können Sepien nur für kurze Zeit im Vivarium im Zoo Basel betrachtet werden. «Live fast die young» ist wohl das Motto der aussergewöhnlichen Tintenfische, denn so kurz ihr Leben mit anderthalb bis zwei Jahren auch ist, umso intensiver kosten sie es aus. Die Meeresungetüme halten es ganz mit Neil Young: «It's better to burn out than to fade away».

Die mit Schnecken verwandten Geschöpfe kommunizieren eifrig, tragen Paarungs-Ringkämpfe aus und verständigen sich über ihre rasch verändernden Farben und Muster.

Ein Glück, dass es gefunkt hat

Nachdem ein Weibchen, wie ganz typisch für eine Sepia-Dame, wenige Wochen nach der Eiablage verstorben ist, gibt es nun laut der Zolli-Mitteilung ein neues Sepia-Traumpaar im Vivarium. Das Zebramuster verrät, dass das Männchen in Balzlaune ist.

Der romantische Ringkampf hat bereits begonnen, auch wenn letztlich in einer dunklen Tintenwolke nicht zu erkennen war, wie es schliesslich zu Ende ging. Ein Glück für die Tierpfleger, dass es überhaupt gefunkt hat, denn eine Verpaarung ist bei den überaus wählerischen Intelligenzbolzen nicht gerade einfach.

Noch heikler ist allenfalls die Aufzucht der anspruchsvollen Meeresbewohner. Schon bald soll das Weibchen bis zu zweihundert Eier an Hornkorallen, Tauen und Netzen befestigen und jung sterben, damit die seit 1979 bereits bestehende Züchtung weitergehen kann.