360°-Video

26. Oktober 2017 05:52; Akt: 26.10.2017 05:52 Print

So nah waren Sie noch nie an einem Polizei-Einsatz

Die Baselbieter Polizei macht mit einem spektakulären Imagefilm auf sich aufmerksam. Einsätze wurden mit einer 360°-Kamera gefilmt.

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Die Baselbieter Polizei hat einen neuen 360°-Imagefilm als erste Polizei schweizweit. (Bild: Screenshot )

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«Däni, ein Einbruch. Liestal, Seltisbergerstrasse 10, zwei Typen», schallt es durch die Einsatzleitzentrale der Baselbieter Polizei. Die Patrouille macht sich auf den Weg, und findet ausgeräumte Schubladen, aber keine Einbrecher. Die weiteren Ermittlungen beginnen. Kurz darauf schlängelt sich die Spezialeinheit eine enge Treppe hinauf. Eine Wohnungstür wird aufgerammt. Zwei Männer werden gefesselten Händen und verbundenen Augen dieselbe Treppe hinuntergeführt.

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1467 Einbrüche gab es im Baselbiet im vergangenen Jahr. Dieser ist keiner davon. Denn die dramatischen Szenen sind allesamt gestellt und Teil des neuen Imagefilms der Baselbieter Polizei, mit dem sie um Nachwuchs wirbt. «Mit dem Film wollen wir neue Wege gehen», sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler. Er meint das Format des Films, der mit einer 360°-Kamera gedreht wurde. «Einen 360°-Film hat in der Schweiz noch keine Polizei», so Gaugler. Mit der ermöglichten Rundumansicht will die Polizei vor allem die Aufmerksamkeit der «Jungen oder Junggebliebenen» gewinnen.

Film kostete 30'000 Franken

Gedreht wurde in den Räumlichkeiten der Polizei und in Liegenschaften in Liestal, die der Polizei für den Dreh zur Verfügung gestellt wurden. Bei den Darstellern handelt es sich um echte Polizisten – auch bei den beiden Einbrechern. Das aufgezeigte Vorgehen der Behörden entspreche laut Gaugler ebenfalls der Realität. Der Plot des Filmes sei naheliegend gewesen: «Mit Einbrüchen hat die Polizei Baselland vergleichsweise häufig zu tun. Es ist auch einer unserer Schwerpunkte», sagt der Sprecher.

30'000 Franken hat der sechsminütige Film gekostet. Gedreht hat ihn die Mion GmbH, eine Basler IT- und Marketing-Firma und ein langjähriger Partner der Polizei Baselland. «Die Polizei ist auf uns zugekommen. Wir haben ihr daraufhin einen 360°-Film vorgeschlagen. So kann man die Leute heute einfach besser abholen», sagt Michael Rava von Mion. Für den Dreh wurde eine Kamera nach neusten Standards verwendet, die es so noch gar nicht im Einzelhandel zu kaufen gibt.

(rob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SGer am 26.10.2017 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke an alle Polizistinnen, Polizisten, und die, die es noch werden :)

  • Grossfamilie Mami am 26.10.2017 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Grundgedanke

    Die Idee dahinter finde ich gut. Nur muss ich zugeben das 360 Grad videos mir Kopfschmerzen bereiten zum anschauen.

  • Anneli am 26.10.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bald wieder unterwegs

    Wie lange dürfen sie diese Zwei wohl festhalten? Diese Beiden werden bestimmt aus schwierigen Verhältnissen kommen und bald wieder ihrem Handwerk nachgehen dürfen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anneli am 26.10.2017 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bald wieder unterwegs

    Wie lange dürfen sie diese Zwei wohl festhalten? Diese Beiden werden bestimmt aus schwierigen Verhältnissen kommen und bald wieder ihrem Handwerk nachgehen dürfen.

  • Christine am 26.10.2017 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Am Schluss vom Video: Werden Sie Teil von uns! Sind wir alle schon und zwar bezahlen wir mit unseren Steuern solche unnütze Aktionen!

  • Roger Lehmann am 26.10.2017 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Fürcherliches Video

    Dient eher als Warnung zumindest diesen Beruf nicht in der Schweiz auszuüben.

  • DwT am 26.10.2017 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    teurer Spass

    hmm  kostete 30'000 Franken wie viel müssen die Wohl Blitzen um das Geld wieder reinzuholen?

    • Michi am 26.10.2017 11:42 Report Diesen Beitrag melden

      @DwT

      kommt drauf an, wie viel zu schnell die Autofahrer unterwegs sind.

    einklappen einklappen
  • James Lehmann am 26.10.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    30 000 Franken Steuergelder

    30 000 Franken werden ausgegeben, damit man einen Imagefilm hat. Propagandafilm tönt schlechter als Imagefilm. Warum können die Polizisten, denn ihre Arbeit nicht einfach so machen und warum braucht es einen Imagefilm mit Havymetalsound. Das sind 30 000 Franken Steuergelder oder?