Basel

09. Juni 2011 22:21; Akt: 09.06.2011 23:45 Print

So viele Dirnen wie schon lange nicht mehr

von Jonas Hoskyn - Seit vor kurzem die Personenfreizügigkeit ausgebaut wurde, steigt die Zahl der Basler Prostituierten stetig an. Bisher kommen aber noch alle aneinander vorbei.

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Die Zahl der Prostituieren in Basel hat massiv zugenommen.

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Die Zahlen, die Sicherheits­direktor Hanspeter Gass am Mittwoch im Grossen Rat präsentiert hat, sind eindrücklich: Anfang Jahr meldeten sich monatlich rund 160 Sex-Arbeiterinnen aus EU-Ländern an. Nach der Ausweitung der Personenfreizügigkeit Richtung Osten stieg die Zahl im Mai auf 413 – eine Zunahme von über 250 Prozent. «Wir hatten diese Entwicklung erwartet», so Gass im Grossen Rat.

Die Polizei geht allerdings davon aus, dass sich die Zahl wieder auf einem tieferen Niveau einpendelt. Einige halten den Peak bereits für erreicht: «Die Sexanzeigen im Internet sind im Vergleich zum Vormonat bereits wieder rückläufig», so Maurizio vom Studio Holly Jones. «Ich schätze, rund 50 von den Damen sind schon wieder weg.» Auch andere Szenekenner teilen diese Meinung: «Wenn das Angebot zu hoch ist, löst sich das Problem von selber», so der Kleinbasler Gastrounternehmer und Rotlicht­kenner Beat Emmenegger. «Und ein bisschen junges Blut im Viertel schadet nicht.»

Das dürften die bisherigen Sex-Arbeiterinnen anders sehen: «Die haben punkto Optik keine Chance gegen die Neuen», so ein Anwohner. Das werde zu Spannungen führen: «Die werden das Feld nicht freiwillig räumen – und irgendwann knallt es.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leier des Freier am 10.06.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    yes!

    Mir gefällts

  • Nick M am 10.06.2011 00:39 Report Diesen Beitrag melden

    Personenfreizügigkeit

    Nur die Freier hoffen auf einen EU Beitritt. Wenn wir das Freizügigkeitsabkommen nicht hätten wäre es 0% Zuwachs von Prostituierten. Es wird endlich Zeit da wieder etwas zu ändern. Wahlen sind im Oktober.

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  • Dominik am 10.06.2011 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wären da nicht...

    die Männer die diese Dienste in Anspruch nehmen würden, hätten wir das Problem mit den Dirnen schon mal nicht... was anderen Probleme dank des Freizügigkeitsabkommens die die Schweiz nun hat natürlich nicht lösen....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dauer Potenz am 12.06.2011 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    bitte machen lassen

    Nur machen lassen. Die tun Gutes.

  • Frau am 10.06.2011 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    eine Lösung wäre

    Warum wird die Prostitution nicht endlich legalisiert?? Stassenstrich soll verboten sein und die Puffs müssen ordentlich Steuer zahlen.

    • Till Sitter am 13.06.2011 19:11 Report Diesen Beitrag melden

      Entscheiden

      Ja was denn jetzt, verbieten oder legalisieren ?

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  • Danny am 10.06.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Freier oder freier?

    Jedenfalls bekommt "freier Personenverkehr" (müsste man freier hier mit grossem "F" schreiben?) eine ganz andere Bedeutung. Eigentlich die Bedeutung im wahrsten Sinne des Wortes schlechthin.

  • Leier des Freier am 10.06.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    yes!

    Mir gefällts

  • Boris4051 am 10.06.2011 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Na Dann...

    geh ich gleich mal hin...