Saint-Louis (F)

21. Mai 2019 12:40; Akt: 21.05.2019 12:40 Print

So wurden Basler Trams in Frankreich terrorisiert

Nachdem mehrfach Angriffe auf Trams und deren Personal auf der Linie 3 nach Saint-Louis verübt wurden, stellte die BVB den Betrieb zeitweise ein. Nun werden Details über Attacken bekannt.

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Eine Tramchauffeuse wurde auf dem französischen Teil der Linie 3 von Basel nach Saint-Louis (F) mit einem Laserpointer verletzt. Wagenführer weigerten sich, die Linie zu befahren. Am 2. Mai stellten die Basler Verkehrsbetriebe den Betrieb nach 20 Uhr ein.

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Zwar fahren die Trams inzwischen wieder nach Plan, jedoch sind nun Details über die Attacken an die Öffentlichkeit gelangt, wie die «bz Basel» berichtet. Die Angaben stammen von Saint-Louis Agglomération.

23. April: Laserpointer-Attacke

Bei diesem Angriff wurde eine Wagenführerin mit einem Laserpointer verletzt. Sie musste in einer Augenklinik behandelt werden. Neu bekannt ist, dass auch der Chauffeur des entgegenkommenden Trams mit dem Gerät angegriffen wurde, die Attacke aber unbeschadet überstand.

26. April: Laser und Steine

Zunächst wurden gegen 22 Uhr Steine gegen ein Tram geworfen. Knapp eine halbe Stunde später kam erneut ein Laserpointer zum Einsatz. Die Täter versuchten, den Chauffeur über den Rückspiegel zu blenden, jedoch ohne Erfolg. Das Tram konnte jedoch erst nach 23 Uhr weiterfahren.

Im gleichen Zeitraum wurde ein Einsatzfahrzeug mit Steinen beworfen.

27. April: Erneute Laser-Attacke

Wieder wurde ein Tramchauffeur mit einem Laserpointer angegriffen. Die französische Police National soll informiert worden sein.

28. April: Tramsurfer

Am Nachmittag und am Abend wurden Tramsurfer gemeldet und die Polizei informiert. In diesem Fall tappten sie aber in die Videofalle: Von der Aktion sollen Aufnahmen existieren.

26. April: Schlechter Spielplatz

Jugendliche sollen auf den Gleisen der Linie gespielt haben. Bei diesem Vorfall, der keine betrieblichen Folgen hatte, handelt es sich um das letzte Vorkommnis vor der zeitweisen Einstellung des Betriebs am 2. Mai.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meinung am 21.05.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schlussstrich

    Tram bis vor die Grenze fahren lassen und dann wieder umdrehen - Problem gelöst. Sollen sich die Franzosen um den Rest kümmern. Die Linie ist ja eh hauptsächlich für französische Grenzgänger und somit mehr eine Lohndumpingmassnahme auf Schienen als etwas anders!

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  • Karl Barth am 21.05.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    erstaunlich

    Erstaunlich, dass bei diesen Zuständen die BVB überhaupt erwogen hat, den Betrieb wieder aufzunehmen. Bei uns in Frankreich sind solche Vorkommnisse ebenso alltäglich wie brennende Autos in der Nacht. Die Elsässer gehen davon aus, dass die Schweizer sich mit diesen "Zuständen" abzufinden haben. Das ist natürlich Quatsch. Das Larifari in Frankreich wird noch böse enden.

  • P. Waechter am 21.05.2019 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    as easy as pie...

    sofort an der grenze den Betrieb einstellen. wollen die franzosen den abschnitt selbst bewirtschaften. falls sich dies lohnt, werden sie's machen, falls nicht haette/hat sich dies auch nicht fuer die CH gelohnt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maria am 21.05.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Rasende Trams neben Schultor

    Es stellt sich allerdings die Frage , warum die Tramgeleise direkt neben einer Schule verlegt worden sind! Zu jeder vollen Stunde strömen die Schüler über die Geleise um zum Schultor zu gelangen und die Trams fahren mit voller Geschwindigkeit an ihnen vorbei!!! Es ist nur eine Zeitfrsge bis ein Unfall passiert und Leidtragend ist dann sicher nicht das Tram!! Warum hat man die Schienen so verlegt? Warum können die Tramfahrer nicht mind. bimmeln und so die Schüler vorwarnen? Wir reden hier von Kinder von 11-15 Jahren! In der CH hätte das ein Aufruhr erzeugt , aber hier "nur" Franzosen

  • Expat am 21.05.2019 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum die Gesundheit riskieren

    Warum sollte ein Tramführer aus der Schweiz seine Gesundheit in Frankreich aufs Spiel setzen. Ergibt null Sinn, auch wenn die Angreifer wohl eher keine Elsässer sind. Betrieb beim nächsten Vorfall definitiv einstellen.

  • Ein Leser am 21.05.2019 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Endstation Staatsgrenze

    Ich bin sowieso der Meinung in allen Öffentlichen Verkehrsmittel sollte es an der Grenze ,,Endstation'' heissen. Ich finde es sollte keinen Grenzüberschreitender ÖV ausser Fluglinien geben.

  • Herbert Geering am 21.05.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krisengebiet Frankreich

    Frankreich gleicht einem Armageddon! Ohne Sicherheitskräfte fühle ich mich einfach nicht sicher. Die Strecke sollte von aus Terrorgefahr gesperrt werden. Wer weiss ob Terroristen versteckte Sprengsätze auf den Gleisen platzieren.

  • Sw. Com. am 21.05.2019 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endstation! St.Louis Grenze

    Endstation St. Louis Grenze. Punkt. Dies für jede Tageszeit. Rest sollte von den Elsässer selbst gestemmt werden. Busersatz, vielleicht werden ja diese Chauffeure in Ruhe gelassen.