Bluttat von Basel

25. März 2019 10:02; Akt: 25.03.2019 10:02 Print

Spender sammeln Geld für die Familie von Ilias

Der Fall des getöteten Schuljungen (7) aus Basel schlägt hohe Wellen. Viele wollen die betroffene Familie unterstützen – auch finanziell.

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«Er lässt uns traurig und in ewiger Erinnerung an ihn zurück», schreibt die Familie in der Todesanzeige. Beigesetzt wurde das Opfer im Rahmen des Mittaggebets am Samstag um 12 Uhr. Die Beerdigung fand in der Stadt Gjilan im Kosovo statt. Laut einem Trauergast haben sich rund 500 Trauernde vom Opfer verabschiedet. «Alle weinten und waren sehr traurig.» «Ich habe noch nie eine so traurige und emotionale Beerdigung erlebt», sagte eine Teilnehmerin. Laut Jetmira Avdili, einer karitativen Helferin aus Solothurn, musste die Familie teure Tickets bezahlen. Ein Post ruft zum Spenden auf. Jetmira Avdili arbeitet für die Organisation Only Ten For a Better World. Der 7-jährige Schüler befand sich auf dem Heimweg von der Schule, als er erstochen wurde. Er wurde am Donnerstag auf offener Strasse auf brutale Art und Weise getötet. Der 7-jährige I.M. wurde von einer Frau niedergestochen. «Es geht uns ganz schlecht», sagt seine Mutter einen Tag nach der Tat. Emi Salahi hat via Facebbok für Samstag zum Trauermarsch für den getöteten 7-jährigen I.M. aufgerufen. «Ich hatte in den Medien über die schreckliche Tat erfahren und war so erschüttert, dass ich irgendwie helfen wollte», sagt er. Der Marsch soll am Samstag in Basel um 14 Uhr beginnen. «Ich würde gern mit den Teilnehmern vom Schulhaus Gotthelf zum Tatort am St. Galler Ring laufen und dort Kerzen anzünden und Blumen niederlegen», erklärt Salahi. Einen Tag nach der unbegreiflichen Bluttat ist der Tatort am St. Galler-Ring mit Blumen und Trauerbekundungen übersät. Beim St. Galler-Ring in Basel wurde am Donnerstag ein 7-jähriger Bub erstochen. Am Freitagmorgen legen Menschen am Tatort Blumen nieder. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Auch Schulkinder trauern um den 7-Jährigen, der von einer 75-jährigen Schweizerin erstochen worden sein soll. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Am Freitagmorgen markiert die Polizei vor dem Schulhaus Präsenz. Die 75-jährige Frau hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt und angegeben, den Jungen angegriffen zu haben. Bei dem getöteten handelt es sich um einen Kosovo-Albaner. Der Schüler wurde auf offener Strasse getötet. Kurz darauf stellte sich eine 75-Jährige Schweizerin der Polizei. Die Klassenlehrerin fand den Buben, der schwere Verletzungen im Halsbereich aufwies. Die 75-Jährige griff den 7-Jährigen in der Nähe des Gotthelf-Schulhauses an. Der 7-Jährige wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Frau meldete sich bei der Polizei. Am Tatort werden Blumen niedergelegt. Blumen und Kerzen am Tatort. Auch Schulkinder legen Blumen nieder. Weshalb es zur Bluttat kam, ist noch völlig unklar. «Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden», sagt die Polizei und die Basler Staatsanwaltschaft.

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Auf dem Weg von der Schule nach Hause wurde der Erstklässler Ilias M.* am Donnerstag in Basel von einer 75-jährigen Frau niedergestochen. Er verstarb im Spital. Seine Familie liess ihn am Samstag im Kosovo beerdigen, weil er da am liebsten Ferien machte.

Die Anteilnahme ist gross. Viele wollen die Familie nun auch finanziell unterstützen. Einer von ihnen ist Eduard (27) aus Luzern. «Wie die ganze Schweiz war auch ich von dieser Tragödie schockiert. Obwohl ich keine Kinder habe, möchte ich mir nicht vorstellen, wie es sein muss, das eigene Kind auf diese Art und Weise zu verlieren», erklärt er.

Aus eigener Erfahrung wisse er, dass bei einem Todesfall die Familie schnell einmal mit Kosten in Höhe von mehreren Tausend Franken konfrontiert wird. «Da kommen die Kosten für die Flüge, die Beerdigung und die Trauerzeremonie zusammen.»

Das Ziel sind 20'000 Franken

Am Freitag habe er bis gegen Mittag darauf gewartet, dass irgendwo auf Facebook eine Aktion gestartet wird, um etwas Geld zu spenden. «Als Zeichen der Solidarität und natürlich auch als Unterstützung für die junge Familie. Jeder braucht mal Unterstützung, und ich wünsche mir, dass jeder sie erhält.»

Da er nichts gesehen habe, habe er seine am Donnerstag erstellte Gofundme-Kampagne aufgeschaltet. «Zuerst teilte ich sie mit Familienangehörigen. Das erste Geld kam auch von ihnen. Danach habe ich die Kampagne in verschiedenen Gruppen geteilt.» Er habe die Aktion erst anonym starten wollen, jedoch sei dies auf der Plattform nicht möglich.

Bis am frühen Sonntagnachmittag kamen über 2400 Franken zusammen. Das Ziel seien 20'000 Franken. «Auch wenn es weniger sind, ist es nicht schlimm. Hauptsache, die Eltern haben etwas», erklärt Eduard. «Das Geld will ich direkt auf das Konto der Eltern überweisen.»

Fussballverein sammelt über 5000 Franken

Auch der FC Dardania Basel hat Geld für die Familie gesammelt. Auf Facebook heisst es: «Wir bedanken uns bei den Spielern, ihren Familien, Freunden und den Vorstandsmitgliedern, die gestern mit einer von den Spielern gestarteten Initiative innerhalb von zwei Stunden über 5000 Franken gesammelt haben, um den Verlust der Familie etwas zu lindern. Möge Gott die Teilnehmer belohnen, die sich mit der Familie des Kleinen solidarisiert haben. Ruhe in Frieden, kleiner Ilias.» Der Verein war auch am Trauermarsch am Samstag dabei.

Jetmira Avdili, eine karitative Helferin aus Solothurn, hat ebenfalls Spenden gesammelt. «Insgesamt sind rund 1500 Euro zusammengekommen.» Sie werde der Familie weiterhin – nicht nur finanziell – beistehen.

Die Familie habe nicht damit gerechnet, dass ihr finanziell geholfen werde. Avdili: «Sie ist sehr überrascht und dankt von Herzen.»

*Name der Redaktion bekannt

(qll)