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11. Juli 2016 06:11; Akt: 11.07.2016 06:11 Print

Städtischer Hofladen will lokale Produktion fördern

Die Kleinbasler Trendmeile Feldbergstrasse hat ihren ersten Hofladen. Im Lokal gibt es Lebensmittel von regionalen Bauern. Slow-Food-Angebote boomen in der Region.

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Biologisch, regional und frisch sollen Lebensmittel heute sein. Für den modernen Stadtmenschen gewinnen «Echtheit, Natürlichkeit und Nachvollziehbarkeit» bei der Ernärung an Bedeutung, kommt der aktuellste European Food Trends Report des Gottlieb-Duttweiler-Instituts zum Schluss.

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Dass mitten in der Kleinbasler Trendmeile Feldbergstrasse jetzt auch eine Art Bauernmarkt eröffnet hat, passt zu dieser Entwicklung. Im Laden namens Lokal ist der Name Programm:
Inhaberin Esther Lori verkauft hier erntefrische regionale Produkte. «Ich will den Leuten zeigen, was es heisst, nachhaltig einzukaufen und sich bewusst zu ernähren», sagt sie.

Mit ihrem Angebot stösst Lori auf viel positive Zustimmung im Quartier. «Die Leute kommen gerne zu mir», freut sie sich.

Quereinsteigerin in Lebensmittelbranche

Lori kommt eigentlich aus der Kommunikationsbranche und betritt mit ihrem Laden berufliches Neuland. Ihr Erweckungserlebnis hatte sie an der Mailänder Expo vom letzten Jahr, die sich mit der Problematik der Welternährung auseinandersetzte. «Das war der Zeitpunkt, als ich mich dazu entschied, einen eigenen Laden zu eröffnen», so Lori. «Mit meinem Lokal möchte ich die lokale Wirtschaft unterstützen und so die Umwelt schonen.»

Ihre Produkte bezieht sie von Kleinproduzenten aus den Kantonen Basel, Solothurn und Aargau, die nachhaltig arbeiten und faire Preise verlangen. Auch Produkte aus Deutschland und Frankreich finden in ihrem Laden ein Plätzchen. Für Lori spielen diese Kleinproduzenten eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Schweiz mit gesunden und frischen Lebensmitteln zu versorgen: «Ihnen gebührt Respekt, Wertschätzung und Unterstützung.» Ideell unterstützt wird sie vom Basler Ableger der Slow-Food-Bewegung.

Maximal 39 Kilometer

«Unser Ziel ist es lokale Bauern zu unterstützen und ihre Produkte auf den Markt zu bringen», sagt Bernd Wilkens, Präsident von Slow Food Basel. So könnten die von Slow Food unterstützten Produkte auch in grösseren Coop-Filialen gekauft werden. Unter dem Leitsatz «Gut, sauber und fair» soll den Menschen ein neues Verständnis für Lebensmittel vermittelt werden.

Auch andere Betriebe in der Region setzen auf die Marke Regional. Etwa das Café Radius 39 am Wielandplatz. Hier sind alle Speisen und Getränke mit Zahlen versehen, die die Entfernung zum jeweiligen Produktionsort angeben. Alles, was es im Laden zu konsumieren und zu kaufen gibt, stammt aus einem Umkreis von weniger als 39 Kilometern.

Derweil öffnet auch die Digitalisierung den Produzenten neue Vertriebskanäle. Die Baselbieter Bauern bieten ihre erntefrischen Produkte seit diesem Frühling über einen Online-Shop an.

(fh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruedi Rüssel am 11.07.2016 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee, aber......

    Leider ist dieser kleine Laden gegenüber den Grossverteiler ein tropfen Wasser im Weltmeer. Ich wäre schon froh wenn die Grossv. sich auf Gemüse aus der Schweiz, resp. Europa beschränken könnten. Brauche ich Dörrbohnen aus China, im Februar Spargeln aus Peru, und vieles mehr. NEIN. Wie so oft ist der Konsument welcher diese Artikel kauft daran schuld, dass diese im Laden stehen. Wird etwas nicht gekauft, gar verlangt fliegt dieser Artikel gnadenlos aus dem Sortiment. Wir haben es in der Hand, jeder einzelne.

  • Peter m. am 11.07.2016 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll gibt es so etwas

    Ich finde es toll, dass es so etwas gibt. Einkaufen kann ja jeder der will. Aus welchem Kanton hat die Geschäftsführerin den Kaffee her, dieser wächst bekanntlicherweise kaum im Umkreis von 39Km. Es wäre sehr schade, wenn sie bei einzelnen Produkten von der Idee abkommen würde.

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  • MamaMia am 11.07.2016 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Stinkige Feldbergstrasse

    Hört bitte auf die grusige Feldbergstrasse als Trendmeile zu Verkaufen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nachtschwärmer am 11.07.2016 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus der Region

    Finde das eine super Idee, wenn die Preise auch noch stimmen.

    • jan veelers am 11.07.2016 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nachtschwärmer

      das ist nicht so wichtig ! een paar franken mehr tun nicht weh. ich wohne alleine und brauche keine massen produkte !!!! von einer grossen supermarkt , wo ich auch nog an der kasse schlangen stehen muss!!!!!

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  • natürlich ist mir lieber.. am 11.07.2016 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hofladen

    Ich find das klasse..die grossen Einkaufsläden könnten ein bisschen weniger werden und Läden mit genau solchen Ideen , mit Produkten von der Gegend und vom Land , könnten wieder vermehrt unsere Städte bereichern ! Viel Glück und Erfolg wünsch ich Ihnen !

  • mr.raw am 11.07.2016 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht alles aus der Region

    Leider stimmt die Aussage, dass Café Radius 39 am Wielandplatz keines ihrer Produkte weiter weg als 39km besitzt nicht.... Der Kaffee stammt nicht aus einer Lokalen Rösterei sondern aus dem Tessin aus Mendrisio... traurig traurig....

  • Singer Peter am 11.07.2016 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Profit für Dritte!

    Dieser Laden ist eine Katastrophe Frau Lori! Jetzt Produziert Die EU und Amerika extra in Intensifst und Monokulturen unter Einsatz von Tonnen von Chemie, und Karren ihre vergifteten Produkte um die Welt in die Schweiz, und Sie wollen in Basel Lokale gesunde Lebensmittel Verkaufen?? Die Weltkonzerne müssen doch auch verdienen, und die haben alle Überproduktion weil keiner ihr Chemie Mist will! Also bitte Frau Lori, Laden ja, aber bitte nur mit Artikeln wo Weltkonzerne verdienen, und nicht von Lokalen, ökologisch produzierten guten, Gesunden Lebensmittel, da verdient ja die Hochfinanz nichts!

  • Tony am 11.07.2016 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich fördere Esther!

    mit meinem biologisch angebauten D aus der Region.