Zoo Basel

27. Juni 2018 15:24; Akt: 27.06.2018 15:24 Print

Star-Storch Lenny ist dreifacher Papa

So viele Jungstörche wie noch nie wachsen dieses Jahr im Zoo Basel auf. Auch Storch Lenny – dessen Wege rund 1500 Facebook-Fans mitverfolgen – betreut drei Junge.

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Die Zolli-Störche haben einen erfolgreichen Frühling hinter sich. 58 junge Vögel sind dieses Jahr geschlüpft. Auch Star-Storch Lenny ist stolzer Vater geworden. Der 16-jährige Weissstorch erlangte gemeinsam mit Yumna (6) Berühmtheit, weil sie als einzige Störche im Zolli GPS-Sender tragen. Damit kann ein jeder die Flugroute der Langschnäbel live verfolgen.

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Momentan zeigt der Sender aber nur einen Ort an, nämlich den Zoo Basel, wo Lenny seine drei Jungen mit seiner letztjährigen Partnerin aufzieht. Die drei Kleinen sind munter und machen, wie die Jungen in den anderen Nestern auch, bereits erste Flugübungen. Dabei springen sie in die Luft und flattern kräftig mit den Flügeln. Bald werden sie abheben und ihre ersten, häufig recht spektakulären, Testflüge machen.

Zwei Störchlein gingen leer aus

56 Jungstörche haben bei der Beringungsaktion letzte Woche einen Ring erhalten. Anhand der auf dem Ring eingravierten Nummer wird man die Störche in Zukunft erkennen können. Ein einziges Nest war für die Pfleger jedoch schlecht zu erreichen – zwei kleine Störche gingen daher leer aus.

Die 58 jungen Störche verteilen sich auf 24 Nester, die von je einem Elternpaar besetzt werden. Der Blick in so ein Nest war nur dank einem Hebekran der Feuerwehr oder mit langen Leitern möglich. Bei der Beringungsaktion zählten die Pfleger entgegen aller Erwartungen 58 Jungen, was ein eindeutiger Rekord ist. Zum Vergleich: 2016 waren es 43 und 2017 nur 38 Junge.

2018 scheint daher ein gutes Jahr für die gefiederten Langschnäbel zu sein. Auch andere Standorte melden nämlich Rekordzahlen. Verantwortlich dafür war unter anderem die günstige Witterung.

Ende Juli geht es in den Süden

Seit seiner Gründung im Jahr 1874 werden im Zoo Basel Störche gepflegt. Der heute hohe Bestand an Störchen ist allerdings nicht selbstverständlich, denn einst war der Weissstorch in der Schweiz ausgestorben. Es war eine kleine Sensation, als 1982 auf einer Föhre im Kinderzoo das erste Junge nach der erfolgreichen Wiederansiedlung von 1950 schlüpfte.

Ab Ende Juli werden die Jungstörche und ihre Eltern den Zoo Basel verlassen und in den Süden fliegen. Den Zug von Yumna und Lenny kann man dank der Sender dann im Detail verfolgen.

Fliegen für die Forschung

Die mitteleuropäischen Störche gehören zu den sogenannten Westziehern. Das heisst, sie umfliegen das Mittelmeer auf der westlichen Route. Via Spanien und Gibraltar zogen sie traditionellerweise nach Westafrika. Seit einigen Jahren bleiben viele von ihnen allerdings in Südspanien, wo sie sich oft auf Mülldeponien aufhalten. Grund dafür, ist das grosse Nahrungsangebot.

Die Gesellschaft Storch Schweiz erforscht die Gründe für diese Veränderung. Im Projekt «SOS Storch – Storchenzug im Wandel» wird die Flugroute mittels Satellitensendern verfolgt. Der Zoo Basel unterstützt dieses Projekt.


Im Video ist die Fütterung eines Jungstorches zu sehen. (Video: Zoo Basel)

(sis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spinne am 27.06.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lebt wohl, bis bald....

    Ich wünsche den Störchen, vorallem den "kleinen" einen guten Flug und das sie nächstes Jahr gesund wieder zurück sind. Alles Liebe den tollen und faszinierenden Vögel

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spinne am 27.06.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lebt wohl, bis bald....

    Ich wünsche den Störchen, vorallem den "kleinen" einen guten Flug und das sie nächstes Jahr gesund wieder zurück sind. Alles Liebe den tollen und faszinierenden Vögel