Basel

20. März 2020 11:05; Akt: 20.03.2020 11:05 Print

Star-Storch Lenny ist tot – und gibt ein Rätsel auf

Am Donnerstababend gab der Basler Zolli bekannt, dass der berühmte Senderstorch nicht mehr am Leben ist. So gut er auch überwacht wurde, so gibt er jetzt doch ein letztes Rätsel auf.

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Nachdem lange unklar war, was mit der Storchen-Berühmtheit Lenny los ist, herrscht nun für die Fans traurige Gewissheit: Lenny ist nicht mehr am Leben. Dies teilte der Zoo Basel am Donnerstagabend auf Facebook mit. Die Anteilnahme unter dem Facebook-Beitrag ist gross. «Ich bin zutiefst traurig», schreibt jemand. Ein anderer: «Mein Herz ist in 1000 Stücke zerbrochen. Bin am Heulen ohne Ende. Oh Lenny, du wirst mir unendlich fehlen.» Das Team von Birdlife Spanien hat Lennys Sender gefunden. An der Fundstelle lagen laut Storch Schweiz der kaputte Sender und eine Menge Federn. Es werde vermutet, dass der Storch von einem Steinadler erbeutet worden sei. Bereits Anfang Februar fragten sich die Fans von Star-Storch Lenny: «Wo ist er?» Denn vor über drei Monaten snackte er noch genüsslich auf einer Mülldeponie Burguillos in der Nähe von Sevilla – plötzlich fehlte dann aber jegliche Spur von ihm. Sein Sender setzte aus. Ende Februar vermutete die Gesellschaft Storch Schweiz, dass Lenny in Spanien vermutlich verunglückt sei. Ein Team des spanischen Projektpartners SEO Birdlife machte sich daraufhin auf die Suche nach ihm. «Die spanischen Kollegen versuchen alles, um den Storch zu finden», sagte Margrith Enggist von Storch Schweiz damals zu 20 Minuten. Die Beobachtungen von Lennys Reisen starteten im Jahr 2013. Damals wurde der Vogel mit einem Datenlogger versehen, mit dem er von diesem Zeitpunkt an fast sieben Jahre lang lückenlos überwacht werden konnte. Er lieferte Zehntausende wertvoller Datensätze. Trotz der langen Überwachung von Lenny nimmt der Storch ein Geheimnis mit in den Tod: Es ist nicht klar, ob er männlich oder weiblich ist. Tanja Dietrich, Pressesprecherin vom Zoo Basel, antwortet auf die Frage nach Lennys Geschlecht: «Das ist bei Störchen ganz schwer zu sagen. Man kann dies nur feststellen, wenn man sie bei der Paarung beobachtet.»

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«Wo ist Zolli-Storch Lenny?», fragten sich die Fans der Storchen-Berühmtheit Ende Februar in besorgter Ungewissheit. Denn vor über drei Monaten snackte Lenny noch gemütlich auf seiner «liebsten» Mülldeponie Burguillos in der Nähe von Sevilla – plötzlich fehlte dann aber jegliche Spur des Star-Storchs aus dem Basler Zoo. Normalerweise konnten Fans 1:1 mitverfolgen, wo sich der mit einem Sender ausgestattete Vogel herumtrieb.

Dann, Ende Februar, als noch immer Funkstille herrschte und es keine Neuigkeiten von dem Zugvogel gab, vermutete die Gesellschaft Storch Schweiz bereits: «Vermutlich ist Lenny in Spanien verunglückt.» Ein Team des spanischen Projektpartners SEO Birdlife machte sich daraufhin auf die Suche nach Lenny. «Die spanischen Kollegen versuchen alles, um den Storch zu finden», sagte Margrith Enggist von Storch Schweiz damals zu 20 Minuten.

Jetzt herrscht für die Fans traurige Gewissheit. Denn wie Telebasel berichtet, schrieb der Zoo am Donnerstagabend auf Facebook: «Leider hat uns gerade die traurige Nachricht erreicht, dass Senderstorch Lenny definitiv nicht mehr am Leben ist.» Trotz enorm schwieriger Bedingungen habe das Team von Birdlife Spanien den Sender nun doch gefunden. An der Fundstelle seien laut Storch Schweiz der kaputte Sender und eine Menge Federn gelegen. Es werde vermutet, dass der Storch von einem Steinadler erbeutet worden sei.

«Mein Herz zerbrach in 1000 Stücke»

«Wir sind sehr dankbar für die vielen Jahre, in denen Lenny uns auf seinen Reisen in den Süden mitgenommen hat», schreibt der Zolli. Die Reisen mit Lenny starteten bereits im Jahr 2013. Damals wurde der Vogel mit einem Datenlogger versehen, mit dem er von diesem Zeitpunkt an fast sieben Jahre lang lückenlos überwacht werden konnte. Lenny und sein Logger hätten über viele Jahre einwandfrei funktioniert und somit Zehntausende wertvolle Datensätze geliefert. Dies sei nicht selbstverständlich, in der Realität würden viele Datenlogger wegen technischer Problemen oder des frühzeitigen Tods der Vögel ausfallen.

«Der Tod von Lenny ist ein grosser Verlust für das Projekt SOS-Storch, für den Zolli, aber sicher auch für euch, die mit Lenny jedes Jahr mitfieberten und ihn auf seinen Reisen begleiteten», schreibt der Zoo.

Die Anteilnahme unter dem Facebook-Beitrag ist gross. Bereits über hundert Leute sprachen ihr Beileid für die Zolli-Legende aus. «Ich bin zutiefst traurig und werde dich immer in guter Erinnerung behalten. Herzlichen Dank für alles, Lenny», schreibt eine Frau. Eine andere kommentiert: «Mein Herz ist in 1000 Stücke zerbrochen. Bin am Heulen ohne Ende. Oh Lenny, du wirst mir unendlich fehlen.»

War Lenny eine Dame?

Obwohl der Storch über sieben Jahre hinweg beobachtet wurde, ein letztes Geheimnis hat der über Basel hinaus bekannte Lenny wohl doch in den Tod genommen. Eine Medienmitteilung von Storch Schweiz zum Verschwinden Lennys gibt ein Rätsel auf – abwechselnd ist von Lenny als «er» und als «sie» die Rede. Tanja Dietrich, Pressesprecherin vom Zoo Basel, antwortet auf die Frage nach Lennys Geschlecht: «Das ist bei Störchen ganz schwer zu sagen. Man kann dies nur feststellen, wenn man sie bei der Paarung beobachtet.»

Um Lennys Geschlecht herauszufinden, beobachte man seine ehemalige Partnerin jetzt sehr genau, um so festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen weiblichen Vogel handelt – würde sich herausstellen, dass es sich um einen männlichen Storch handelt, wäre klar: Lenny war entgegen bisheriger Annahmen eine Storchendame.

(mhu/lb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Specht am 20.03.2020 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    geht gar nicht

    Hey, die ihr euch hier am Nächsten seid, lasst eure doofen Kommentare, kümmert euch um euch selber und lasst es, die Menschen welche mit Lenny etwas anfangen konnten zu beleidigen!!

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  • olaf am 20.03.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    rest in peace

    RIP...

  • Uschle am 20.03.2020 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lenny

    Ruhe sanft Star-Storch Lenny, bin auch traurig, trotz dem Corna-Virus wo keiner weiss wie lange der noch wütet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Selbstverantwortung am 21.03.2020 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Natürliche Selektion

    Hat lecker geschmeckt. Der Verlauf der Natur. Bitte lasst dem Virus auch seinen freien Lauf. Die Nature regelt sich. Danke.

  • Alessandra Giovannini am 20.03.2020 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Greifvogel schlägt die Beute zum überleben

    Eigentlich schade( ich liebe alle Tiere sehr). Ein kleiner Trost falls es ein Adler war war es natürlich.

  • Kowalski am 20.03.2020 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Sehr traurig, aber vielen Dank für die interessanten Informationen, die wir jahrelang bekommen durften!

  • Caor am 20.03.2020 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alles gute Lenny

    Traurig, lieber Lenny. Du warst ein ganz toller Vogel.

  • G.B. am 20.03.2020 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    böse Kommentare

    Kann es sein, das alle die so böse Kommentare schreiben, einen Virus im Hirn haben? Am Herz kann es nicht liegen, denn sie haben keines.

    • Sabrina T. am 20.03.2020 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      @G.B.

      Viel wahrscheinlicher sind das die selben die Egoistisch in den Läden Hamstern

    • wespa am 21.03.2020 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sabrina T.

      Glaub ich nicht.... ICH liebe Tiere so sehr dass ich nieee mehr im Leben Fleisch esse. ABER sich Vorräte anlegen so lange es noch hat ist KLUG . Die Regierung sagt uns leider nicht die Wahrheit....

    • Freddy am 21.03.2020 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @wespa

      Finde ich auch. Wenn man heute Klo Papier kauft wird man angemacht. Wenn man genug daheim hätte kann man das umgehen . Der LENNY tut mich auch aus tiefem Herzen leid. Tierleid trifft mich sowieso immer mehr ...weil der Mensch der Verursacher für alles TRAGISCHE IST .. z. Beispiel CORONA

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