Hausrat und Kot

14. Oktober 2019 18:19; Akt: 14.10.2019 18:19 Print

Das landet als «Spende» beim Roten Kreuz

Vor der Umzugswelle im Herbst landen jedes Jahr ungewollte «Abfallspenden» bei der Hilfsorganisation. Leute entsorgen bei den Helfern einfach ihren Müll – und Schlimmeres.

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«Das aktuelle Ausmass dieser ‹Abfallspenden› übersteigt alles Bisherige und das Rote Kreuz Basel rechnet bis Ende Jahr mit fast doppelt so hohen Entsorgungskosten wie üblich», schreibt die Organisation in einer Medienmitteilung vom Montag.

Es komme immer häufiger vor, dass in Sammelcontainern, die eigentlich für Kleiderspenden gedacht sind, Säcke mit «Hausmüll oder Textilien mit Exkrementen» befänden. Zudem werde vor den traditionellen Zügelterminen im Herbst in der Nacht Abfall vor dem Rotkreuzhaus entsorgt.

Vierstellige Mehrkosten bei der Entsorgung

Weil eine Sachspende nie hundertprozentig zum Wiederverkauf geeignet sei, würden beim Roten Kreuz jährlich Entsorgungskosten von etwa 3000 Franken anfallen. Wegen der «unverfrorenen» Entsorgung von Hausrat bei der humanitären Organisationen würden die Kosten dieses Jahr aber auf 5000 Franken geschätzt – so hoch wie noch nie.

Dieser zusätzliche Aufwand reduziere den Verkaufserlös in den Rotkreuzläden und mindere die Beiträge an soziale Projekte im Kanton Basel-Stadt.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sandro am 14.10.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    respektlos

    Macht eine kamera hin und verteilt saftige bussen. Ist bei gewissen leuten ohne anstand das einzige mittel!!

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  • Johnny am 14.10.2019 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Zeigt den aktuellen Stand der Menschheit. Es geht schon lange bergab. Jeden Tag im Zug sieht man respektlose Leute. Danke an die Politik und Gesellschaft dafür.

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  • Luis Boehler am 14.10.2019 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Ich schäme mich so sehr für solche Leute. Anstatt zu helfen, belasten sie eine Institution zusätzlich. Wo bleibt der Respekt? Das ist etwa so, als würde man Müll in seinen Briefkasten gesteckt bekommen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Neumann am 15.10.2019 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • BELLA am 15.10.2019 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HELFE GERNE

    OBDACHLOSEN in der CH oder egal wo ich gerade bin gebe ich direkt gerne etwas.ANSONSTEN unterstütze ich TIERSCHUTZORGANISATIONEN im In-und Ausland die ich seit Jahren die kenne und wenn möglich übernehme ich ein Lebewesen von denen. ABER Organisationen die dafür sorgen dass sich Menschheit immer noch rasant vermehrt... ABSOLUT NEIN. Ebenso ist mein Testament teilweise, nach Absprache mit meinen Kindern , zu Gunsten von Tieren verfasst. Frage mich sowieso wieviel Geld das Rote Kreuz etc. für Bettelbriefe verpuffen .

  • alboreto am 15.10.2019 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Funktioniert nur auf dem Papier

    Das ist halt so wenn man Sackgebühren einführt. Tönt super: Verursacherprinzip. Aber halt nur auf dem Papier, denn es wurde der "Faktor Mensch" in der Rechnung vergessen. Früher mal mit der Pauschalabgabe pro Haushalt und/oder Personen war es eindeutig besser. (fast) keine wilden Deponien gab es.

  • Karl am 15.10.2019 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man bedenkt...

    Man spendet denen was. Und die bereichern sich damit, oder finanzieren Schlepper auf dem Mittelmeer. Jeder der spendet, macht sich mitschuldig an der Sogwirkung. Und am Ertrinken von unzähligen Menschen.

  • Butch am 15.10.2019 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Selbes Phänomen

    Ist wie bei den Glascontainern, wo ganze Polstergruppen landen.