Coronavirus

18. März 2020 16:08; Akt: 18.03.2020 19:59 Print

Steht Schweizer Start-up vor dem Impf-Durchbruch?

Der Basler Forscher Peter Burkhard testet eine Covid-19-Impfung bereits an Tieren. Mit der gleichen Methode entwickelte er bereits einen Malaria-Impfstoff.

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Forscher weltweit liefern sich ein Wettrennen bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Sars-Cov-2-Virus. Je rascher ein Wirkstoff gefunden wird, desto schneller ist die Krise vorüber. Möglicherweise vor einem Durchbruch stehen der Riehener Forscher Peter Burkhard und sein Start-up Alpha-O Peptides, das sich auf die Entwicklung von Impfstoffen spezialisiert hat.

Wie die «Basler Zeitung» am Mittwoch berichtete, lässt das Unternehmen einen ersten Impfstoff bereits mit Tierversuchen testen. Burkhard ist schon seit Mitte Januar mit der Entwicklung beschäftigt. Als die Nachricht vom sprunghaften Anstieg der Corona-Toten in Wuhan um die Welt ging, wusste er, dass die Zeit drängt.

Jahrzehntelange Erfahrung hilft

Der 57-jährige Biochemiker, der auch eine Professur an der University of Connecticut in den USA hielt, liess das Konzept der selbst zusammensetzenden Protein-Nanopartikel (SAPN) schon 2003 patentieren. Mit diesem Verfahren hat er bereits einen Malaria-Impfstoff entwickelt, der sich derzeit in den klinischen Phase I/IIa in den USA befindet.

Innert einer Woche habe er die Protein-Nanopartikel nach standardisierten Methoden im Labor erstellt. Seinen SAPN-Impfstoff schickt er nun an eine Firma, die die ersten Tierversuche damit durchführt. Schon Anfang April sollen die ersten Immunisierungen abgeschlossen sein. «Dank meiner jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich der Impfstoffentwicklung konnte ich sehr effizient arbeiten», erklärte Burkhard gegenüber der BaZ.

Alles entscheidende Tests kommen erst

Die Tierversuche sind aber erst die Vorstufe bei der Impfstoff-Entwicklung. Zunächst muss geprüft werden, ob die Antikörper aus dem Serum der Tiere wirklich an das Virus binden und dieses blockieren. Die Experimente zur Virus-Neutralisation wird er mit Volker Thiel, Professor für Virologie an der Universität Bern durchführen. Sind diese erfolgreich, könne mit klinischen Studien begonnen werden. Dafür möchte Burkhard gerne mit dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel arbeiten. Um das Zulassungsverfahren zu beschleunigen, sei er bereits mit Swissmedic und den der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA im Gespräch.

«Wir sind mit der Entwicklung des Impfstoffs sehr weit», so Burkhard. Fallen die anstehenden Tests positiv aus, seien sie wohl die ersten, die die Wirksamkeit eines Covid-19-Impfstoffs im Tiermodell nachgewiesen hätten.

Zürcher Startup braucht frisches Blut

Derweil tüftelt das Zürcher Start-up Memo Therapeutics an einem Medikament. Für die Entwicklung sucht das Unternehmen Personen, die bereits an Covid-19 erkrankt und nach einem schweren Verlauf wieder gesund sind. Sie sollen Blut spenden. In ihrem Blut sind nämlich Antikörper vorhanden. Die Forscher hoffen, dass darunter auch seltene, hochwirksame B-Zellen zu finden sind, die für die Herstellung des richtigen Antikörpers geeignet sind. Innert fünf Monaten hofft das Startup so einen therapeutischen Wirkstoffkandidaten zu finden.

Potenzielle Spender sind gebeten, sich unter corona@memo-therapeutics.com zu melden.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 18.03.2020 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Abstrakt

    Ein Wettrennen ums grosse Geschäft, gleichzeitig heilt man die Menschen.

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  • Reseph am 18.03.2020 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egoistische Impfgegner und Tiervergötterer

    Jetzt kommen die Impfgegner und wollen das Impfen verbieten, gleichzeitig mit den militanten "Tiervergötterer, weil der Impfstoff an Tieren getestet wurde. Die gleichen schreien, dass der Bund zu wenig macht. Welch Egoisten.

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  • Bitte gut überlegen am 18.03.2020 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffen wir mal

    Hoffe die wissen was sie tun. Nicht das ein Schnellschuss alles noch viel schlimmer macht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Container Rainer am 19.03.2020 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unternehmertipp Gratis

    Kleiner Tipp an diese Firma: Nicht nach Deutschland schicken für Tests, Zusammenarbeit oder dergleichen: Die Deutschen stehlen solche Sachen. Keinesfalls Container benutzen, wenn die Deutschen auf dem Fuhrschein das Wort "Medizinisch" lesen, ist der auch weg.

  • Peter am 19.03.2020 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Japan hat Behandlungserfolge!!!

    In Japan sind zur Zeit Tests mit einem Asthma Mittel im Gange. Offenbar sehr erfolgreich. Angeblich hilft es bei der gefürchteten Lungenentzündung die durch das Virus ausgelöst werden kann. Auch mit einem Ebola und Malaria Medikament hat man gute Erfolge erzielt. Allerdings sollen diese Medikamente sehr stark und für Junge daher ungeeignet sein. Zudem haben sie teils starke Nebenwirkungen. Das Asthma Medikament hingegen sei weit weniger Stark. Es ist zwar kein Impfstoff, aber eine erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit. Ich zähle auf die Ärzte hier. Meiner Meinung nach die besten der Welt

  • Norman am 19.03.2020 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sagt nichts

    Eventuell und vielleicht- was soll dieser Beitrag? Da steht noch gar nichts, ausser dass Forscher auf der Suche sind. Was ich nicht verstehe: warum muss jeder seine eigene Suppe brauen? Wenn alle zusammen arbeiten würden, ginge es sicher schneller.

  • Piru Ortiz am 19.03.2020 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flächendeckende Tests

    Einen Grund mehr für flächendeckende Tests vor allem auch junger Personen mit milden Symptomen - sie haben die gesuchten Antikörper!

  • G.Rummel am 19.03.2020 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Impfschaden sind Realität

    Das BAG listet jährlich über 500 schwere Impfschäden, die leichteren Fälle werden gar nicht gezählt. Für jemanden, der nicht direkt betroffen ist, ist es einfach, eine Impfpflicht zu fordern. Informiert euch!