Busse für Tattoo?

23. Juli 2014 11:35; Akt: 23.07.2014 12:05 Print

Tattoo-Tiefflieger Ju-52 im Visier des Bazl

Die Flugeinlage einer alten Junkers Ju 52 ist einer der Höhepunkte des Basel Tattoo. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt ermittelt nun, ob das Flugzeug zu tief geflogen ist.

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Flieg die Junkers zu tief oder zu hoch? Das untersucht jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt. (KEYSTONE/Patrick Straub) (Bild: Keystone/Patrick Straub)

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Droht dem Basel Tattoo neuer Ärger? Die Flugeinlage mit der Junkers Ju 52, mit der das 100-jährige Bestehen der Schweizer Luftwaffe gefeiert wird, beschäftigt jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt, wie die TagesWoche schreibt. Dabei geht es um die Frage, ob die «Tante Ju», wie der Kultflieger von Aviatik-Fans genannt wird, die Mindestflughöhe von 300 Metern unterschritten hat.

Umfrage
Ist die Tiefflugeinlage am Basel Tattoo ein schönes Spektakel oder eine riskante Belästigung zu Lasten der Anwohner?
21 %
73 %
6 %
Insgesamt 5356 Teilnehmer

Man habe mehrere Hinweise erhalten, dass die Junkers zu tief fliege, sagt Bazl-Sprecher Anton Kohler gegenüber der «TagesWoche». Das Basel Tattoo hatte vorgängig um eine Bewilligung für Tiefflüge bis zu 200 Meter über Grund ersucht. Dazu gab das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement zunächst grünes Licht – unter der Voraussetzung, dass das Bazl damit ebenfalls einverstanden ist.

Das Bundesamt erteilte die Bewilligung aber nicht: Über dicht besiedeltem Gebiet würden Tiefflüge nie bewilligt, so die Begründung.

Radar-Aufzeichnungen bringen Klarheit

Das Tattoo versicherte auf Anfrage, die minimale Flughöhe von 300 Metern nicht verletzt zu haben – dies habe der Pilot versichert. Die Polizei, welche die Flugeinlage genau beobachtete, will das aber amtlich haben. Optisch ist das nur schwer zu eruieren. Das Bazl kann aber auf Radar-Aufzeichnungen der französischen Flugsicherung zurückgreifen, um diese Frage zu klären.

Sollte sich herausstellen, dass sich das Tattoo nicht an die Mindestflughöhe gehalten hat, droht eine empfindliche Busse von bis zu 20'000 Franken.

Was halten Sie von solchen Tiefflügen über städtischem Gebiet? Wird für das Spektakel zu viel riskiert? Stimmen Sie ab in unserem Poll und teilen Sie uns ihre Meinung im Talkback mit.

(lha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Besucher des Basel Tattoo am 23.07.2014 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt geht unter....

    Tausende haben Freude an diesem Flugzeug und ebenso an der Veranstaltung. Immer wieder schön zu sehen, dass wir keine anderen Probleme haben in unserem Land.

  • VFRler am 23.07.2014 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In die Falle getappt? 

    Nach mir siehst es aus als sei der Veranstalter und die Piloten schön in eine Falle getappt und das BAZL hat wieder mit gespielt wie so oft in VFR Fliegerei . Die Veranstalter haben ja ein Gesuch gestellt das nicht bewilligt wurde das müssen die Gegner diese Überflug gewusst haben. Schon schnappt die Falle zu die Gegner behaupten nun die Ju sei zu tief geflogen und das BAZL leitet eine Untersuchung ein . Statt das sich alle über dies tollen Flz erfreuen geraten sie Negativ Schlagzeilen . Schweizerischer Fliegeralltag leider

  • Tatoo Besucher am 23.07.2014 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit!

    Es war SUPER! Warum muss in der Schweiz alles immer eingeschränkt werden? Wo bleibt hier die Freiheit?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Charly62 am 04.08.2014 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das Bazl

    Habe eh grosse Mühe mit dem Bazl?

  • Peter M. am 03.08.2014 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Regelverletzung ist BAZL zuständig

    Im Flugverkehr, IFR und VFR gibt es Vorschriften und Regeln, die die Piloten einzuhalten haben - das gilt auch für ein Tattoo und sonstige Gartenfeste. Wenn nicht, ist es eine Angelegenheit des BAZL. Also Daten abwarten und dann urteilen, ja?

  • Alex M. am 03.08.2014 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Stutzt dem Bazl die Flügel

    Die Tante Ju ist seit Jahrzehnten sicher über unseren Köpfen unterwegs. Kleinlich wegen ein paar Metern ein riesiges Tamtam zu machen. Weniger Verbote und mehr Vergnügen. Stutzt dem Bazl die Flügel!

  • rämi am 28.07.2014 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    ein riesen festival...

    lächerlich... das es diese flugverbotszone gibt ist ja verstänlich.. aber ob die kiste nun bei 300m abstürtz oder bei 200m, spielt ja wohl keine rolle mehr.. basel ist so dicht besiedelt.. da kommt es jetzt also wirklich nicht darauf an...!!! aber hauptsache ein grosses drama daraus machen

    • Flieger am 03.08.2014 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Das war auch mein erster Gedanke

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  • Flugabwehr am 27.07.2014 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich unglaubhafte Story!

    Ich kann mich noch an meine Militärzeit erinnern. Wir sollten, nach gründlicher Ausbildung und viel Übung, Distanzen am Himmel abschätzen. Das Ergebnis war so katastrophal, dass ich behaupte: Niemand ohne sehr, sehr viel Erfahrung kann abschätzen ob ein Flugzeug 300 oder 200 Meter hoch fliegt!

    • Tiefflieger am 29.07.2014 21:19 Report Diesen Beitrag melden

      Tiefer

      Über dicht besiedeltem Gebiet und nicht nur dort, hat man sich an die Regeln zu halten.

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