Basel

28. Februar 2019 05:46; Akt: 28.02.2019 07:52 Print

«Leute halten mein Taxi an, um Fotos zu machen»

Mit seinem Maserati Quattroporte ist Darko Maduna ein Exot unter den Basler Taxifahrern. Die schicke italienische Sportlimousine ist ein echter Kundenfänger.

Darko Maduna chauffiert seine Kunden in Basel und Umgebung mit seinem Maserati herum. (Video: jes)
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Sich zu Taxi-Standardpreisen mit einem Maserati in Basel chauffieren lassen – Darko Maduna hat sich das zum Ziel gesetzt. Sein Geschäftsmodell sei simpel: hochwertiger Service für jedermann. Das scheint zu funktionieren: «Ich war jetzt an ungefähr fünf Wochenenden unterwegs und habe inzwischen schon sieben Stammkunden», berichtet er stolz.

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Er habe zuvor mehrere Jahre als Busfahrer gearbeitet und verband seine Leidenschaft für schöne Autos mit seiner Begeisterung für das Fahren, so Maduna. Mit seinem Angebot bediene er die ganze Palette potenzieller Taxikunden: «Natürlich sind es oft Geschäftsleute, aber oft auch junge Menschen, wenn sie zum Beispiel in den Ausgang fahren», sagt er.

«Ein Mal im Leben in einem Maserati sitzen»

Nicht selten komme es vor, dass Maduna angehalten werde. «Die Leute knipsen Fotos und drehen Videos, viele wollen sich mit dem schicken Gefährt in die nächste Location chauffieren lassen», sagt er. Einmal habe er einen älteren Herren gefahren. «Als er eingestiegen war, erzählte er mir, dass er es einmal in seinem Leben erlebt haben wollte, wie es ist, in einem Maserati zu sitzen.»

«Service kommt sehr gut an»

Laut dem kroatisch-stämmigen Unternehmer ist sein Taxidienst noch einzigartig in der Schweiz. Viele hielten ihn für verrückt, weil sie sich fragten, ob sich sein Dienst für ihn finanziell lohne. Denn alleine der Unterhalt eines solchen Autos, auch wenn es second hand ist, sei sehr teuer. Maduna räumt ein, dass sein Geschäft bis jetzt noch keinen Profit abwirft. Dennoch hat er Vertrauen in sein Geschäftsmodell: «Mein Service kommt bei den Leuten sehr gut an. Das sieht man daran, dass ich trotz meiner hohen Investitionen meine Kosten gedeckt habe. 98 Prozent meiner Kunden sind noch nie mit einem Maserati gefahren.»

(jes)