Basel

02. Juni 2011 20:07; Akt: 02.06.2011 20:10 Print

Todesraser vom Gundeli erwartet eine hohe Strafe

Ein 24-jähriger Raser fuhr 2008 einen Menschen zu Tode. Am Montag wird ihm der Prozess gemacht.

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Das Auto des Unfallverursachers am 29. November 2008. Foto: key

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Mit zwei Kollegen im Auto raste der heutige 24-jährige Schweizer am 29. November nachts alkoholisiert und unter Drogeneinfluss durch das Gundeli. An der Kreuzung Güterstrasse/Thiersteinerallee krachte sein Fahrzeug mit über 100 km/h in ein korrekt fahrendes Auto. Darin sassen zwei Personen: Der 37-jährige Beifahrer verstarb noch auf der Unfallstelle an einem Blutungsschock, der Lenker wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher und seine Beifahrer kamen mit leichten Verletzungen davon.

Am Montag muss sich der Raser vor dem Basler Strafgericht verantworten. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Tötung. «Mit der in absolut krasser Weise gefährlichen sowie hemmungs- und rücksichts­losen Fahrweise in einem Wohnquartier hat der Angeklagte nicht nur einen Unfall mit Verletzten, sondern auch den Tod anderer in Kauf genommen», heisst es in der Anklageschrift. Beobachter erwarten eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren. Denn selbst wenn sich ein Eventualvorsatz für eine vorsätzliche Tötung nicht nachweisen lässt, kann das Gericht nach einem Urteil des Bundesgerichts im April 2010 den Todesraser der fahrlässigen Tötung und Gefährdung des Lebens doppelt schuldig sprechen.

(lha/20 Minuten/sda)