Breitenbach SO

26. Mai 2019 17:25; Akt: 26.05.2019 17:25 Print

Landgemeinde lockt reiche Städter mit Falschinfo

Reiche Basler sollen ins idyllische Breitenbach SO ziehen und dabei Steuern sparen, schlägt die Gemeinde per Inserat vor. Leider haben sich die Inserenten dabei verrechnet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Liebe Basler, in Breitenbach sind auch Reiche herzlich willkommen!», heisst es im Inserat der Solothurner Gemeinde in der «Basler Zeitung», wie in der «bz Basel» zu lesen ist. Dann wird vorgerechnet, wie viel ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem steuerbaren Einkommen von 300'000 Franken in Breitenbach im Vergleich zu Basel sparen würde.

Umfrage
Wie finden Sie Ihre Steuern?

Das Problem: Für ein Ehepaar mit diesem Einkommen ändert sich auch durch die am 19. Mai in Basel Stadt angenommene Topverdienersteuer nichts. Zwar werden Einkommen ab 200'000 Franken in Basel künftig höher besteuert, jedoch gilt das nur für Einzelpersonen. Ehepaare sind erst ab 400'000 Franken betroffen.

«Ein paar Reiche mehr würden nicht schaden»

«Da ist in der Eile wohl ein Fehler passiert. Es musste halt alles etwas schnell gehen», sagt der Breitenbacher Gemeindepräsident Dieter Künzli (FDP) gegenüber der bz.

Wer sich das Budget der 3800-Seelengemeinde anschaut, weiss, woher der Wind weht. «Ein paar Reiche mehr würden definitiv nicht schaden», zitiert die bz Künzli. Für 2019 ist ein Minus von satten 470'000 Franken budgetiert. «Dabei handelt es sich um eine einmalige Sache, bei der mehrere Faktoren eine Rolle spielen», so Künzli gegenüber 20 Minuten.

(20 Minuten)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neumann am 26.05.2019 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so viel Steuern

    Nicht vergessen, dass die Schweiz im internationalen Vergleich nicht übertrieben viel Steuern zahlen muss und dafür im Ganzen einen soliden und guten Gegenwert bekommt (Infrastruktur etc). Was mir mehr Sorgen macht ist die Inflation an Kantons- und Staatsbetrieben, die wenig zum Gemeinwohl beitragen aber viel Geld verschlingen. Zudem gehen heutige Funktionäre meist liederlich mit Steuergeldern um. Siehe Bundes-EDV-Projekte, SBB, Post, Ruag, Staats-Managerlöhne. Funktionäre eindämmen wäre besser.

    einklappen einklappen
  • Armin Armermann am 26.05.2019 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richi rich

    Reiche gesucht hahah.. Warte noch ein paar Jahre, bis all die studierten die Welt retten.

    einklappen einklappen
  • G. Mein am 26.05.2019 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    Steuern sind allgemein zu hoch. Wenn ich sehe, was damit bezahlt wird! Unfähige Politiker, welche eine Abgangsentschädigung /Rente erhalten, Asylwesen, Entwicklungshilfe etc. Dafür werden 50+Ausgesteuerte und Rentner diskriminiert! Solange die zahlen konnten, waren sie willkommen...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • C. Steuervogt, Seewen am 27.05.2019 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen in Seewen

    In Seewen SO könnten wir auch noch ein paar Reichere Steuerzahler willkommen heissen!

  • Northern_lights am 27.05.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Geld alleine macht kein Dorf aus.

    Ich finde es immer etwas schade, wenn sich die Gemeinden so billig anbiedern. Es braucht nicht nur Reiche. Hier kommt der Rechenfehler noch dazu. Es braucht Leute die Steuern zahlen, sich in der Gemeinde engagieren und an einer lebendigen Dorfkultur teilhaben wollen. Geld alleine ist nicht viel Wert.

  • Venom S. am 27.05.2019 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Fam. profitieren zu viel

    Na war ja gut gemeint und fast schon witzig. Aber die Sauerei, dass Einzelpersonen dauernd finanziell nur immer abgestraft werden finde ich noch viel schlimmer. Die meistendFamilien zahle keine Bundesteuer, können Abzüge vornehmen bis zum geht nicht mehr inkl. KITAS, KK Ermässigungen einkassieren. Warum geht für dies masslose Ungerechtigkeit keiner auf die Strasse.

  • Margrit am 27.05.2019 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuerhölle Bern!

    AHV Ehepaar-Rente Fr. 3500 Nach Abzug von Steuern, Krankenkasse, Miete, Tv Gebühren bleiben uns karge 2000 Fr. zum Leben. Dies nach 2x50 Jahren ununterbrochener Arbeit! Wir leben auf dem Niveau von Sozialhilfeempfängern - total ungerecht!

    • Xeno72 am 27.05.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      kurios@Margrit

      Keine PK? Beide nicht?

    einklappen einklappen
  • Kain am 27.05.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Breienbach? Danke, aber nein Danke

    Also wenn ich aus Gründen der "Reichensteuer" den Wohnort weg von BS wechseln würde ginge es nicht nach Breitenbach. Da käme eher das Fricktal in Betracht. Noch tiefere Steuern als SO, gut erschlossen und nicht so am A... der Welt

    • Sparfuchs Aargau am 27.05.2019 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kain

      Richtig Kaiseraugst oder Sisseln im Fricktal sind bekannt für ihre tiefen Steuerfuss da lässt sich wirklich Steuern sparen und zwar auch für den Mittelstand!

    einklappen einklappen