Nachwuchs im Zoo

09. Juli 2014 13:20; Akt: 09.07.2014 16:22 Print

Totenkopfäffchen-Junge im Basler Zolli

Die Totenkopfäffchen-Gruppe im Zoo Basel ist in den letzten Monaten um sieben Weibchen und zwei Männchen bereichert worden.

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Die Totenkopfäffchen im Zoo Basel hatten in den letzten Monaten eine aufregende Zeit. Die sechs Basler Weibchen mussten sich mit sieben neuen Kolleginnen aus Osnabrück zusammenraufen und das altbekannte Zuchtmännchen Luis (17) reiste im April in die Niederlande, wie es in der Medienmitteilung heisst. Vor seiner Abreise hatte Luis aber noch für Nachwuchs gesorgt: Anfang Juni kamen fünf Junge zur Welt. Ende Juni verliessen vier seiner Söhne Basel in Richtung Israel, im Gegenzug kamen zwei neue Männchen aus Israel nach Basel.

Die Basler Totenkopfäffchen-Gruppe besteht zurzeit aus zwei Weibchen-Untergruppen. Bei den Totenkopfäffchen geben die Frauen den Ton an. Sie bleiben in ihrer Geburtsgruppe, haben untereinander enge Beziehungen und ziehen gemeinsam umher. Geschlechtsreife Männchen werden aus der Gruppe gejagt und folgen den Weibchen nach. Während der Paarungszeit verdoppelt eines der Männchen das Gewicht, wird dominant und lebt für ein bis zwei Monate mit den Weibchen zusammen.

Programm für gesunde Gene

Totenkopfäffchen-Mütter ziehen die Jungen ohne den Vater gross. Die Mütter helfen sich aber gegenseitig. Auch in der Basler Gruppe teilen sich dieses Jahr zwei Weibchen ihre Aufgabe. Die beiden Jungen sitzen häufig zusammen auf dem Rücken einer Mutter. Dieses Babysitter Verhalten kann man nur innerhalb der Untergruppen sehen – Weibchen, welche sich nicht gut kennen, vertrauen sich ihren Nachwuchs nicht an, heisst es in der Mitteilung weiter.

Seit 2014 koordiniert der Zoo Basel das Erhaltungszucht-Programm (EEP) der schwarzköpfigen Totenkopfäffchen. In diesem Programm sind gut 800 Tiere aus Europa und Australien sowie Neuseeland aufgeführt. Der Zoo Basel übernimmt damit die Aufgabe, die Zoo-Population genetisch gesund zu halten. Die Hauptaufgabe besteht darin, Zucht-Männchen auszusuchen und zu platzieren. Pro Gruppe in den Zoos kann jeweils nur ein erwachsenes männliches Tier gehalten werden.

(mj/20 Minuten)