Basel

24. September 2018 18:37; Akt: 24.09.2018 18:37 Print

Aktivisten kapern Trams für Protestaktion

Auf Werbeaushängen in Basler Trams werfen Aktivisten der Kantonsregierung Doppelmoral vor: Die Aktion bringt Aussagen der Magistraten mit Pestizidopfern in Verbindung.

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Am frühen Montagmorgen platzierten Aktivisten von Ignorance Unlimited in einer von den Basler Verkehrs-Betrieben nicht genehmigten Aktion provokative Werbeaushänge in Basler Trams. Die Organisation, die bereits im März mit einer Aktion gegen Blutgold an der Baselworld auffiel, nimmt diesmal die Regierungsräte des Kantons Basel-Stadt ins Visier.

Die Aktion steht in Zusammenhang mit einer Petition, die unter anderem fordert, dass Regierung und Parlament einen 150-Millionen-Franken-Fonds eröffnen, der Opfern von Pestizidvergiftungen zu Gute kommt.

«Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen»

Die Regierung kritisierte die Aktion auf Anfrage: «Es werden Aussagen von Regierungsmitgliedern aus dem Zusammenhang, in dem sie gemacht wurden, herausgerissen und sehr lose mit einem anderen Thema verknüpft», so Regierungssprecher Marco Greiner.

Er kündete an, dass sich der Regierungsrat inhaltlich zum Anliegen der Aktivisten äussern werde, wenn die Petition bei der Staatskanzlei eingereicht wurde. Syngenta kommentierte die Aktion auf Anfrage nicht. Die BVB teilten auf Anfrage mit, Kenntnis von der Guerilla-Aktion zu haben, kommentierte diese aber nicht weiter.

(las)