Basel

09. Mai 2018 09:36; Akt: 09.05.2018 12:08 Print

Unispital hat nicht illegal Organe entnommen

Nach dem Tod ihres Sohnes erhob eine Mutter schwere Vorwürfe gegen das Unispital Basel. Mangels Beweisen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun eingestellt.

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Die Vorwürfe waren gravierend. Das Universitätsspital soll, nachdem ein 20-Jähriger im August 2017 in der Notfallstation gestorben war, illegal Organe entnommen haben. Schlimmer noch: Die Ärzte des Spitals seien in einen organisierten Organhandel verwickelt. Die Mutter des Verstorbenen erstatte deswegen bei der Basler Staatsanwaltschaft Strafanzeige. Im Dezember wurde der Vorwurf publik und das Universitätsspital wies postwendend alle Anschuldigungen zurück.

Zu Recht: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Die Abklärungen im Rahmen des Strafverfahrens sowie das forensische Abschlussgutachten des Instituts für Rechtsmedizin Basel-Stadt ergaben, dass es «zu keinem Zeitpunkt zu einer Organentnahme gekommen war oder der Totenfrieden sonst wie gestört worden wäre», heisst es in der Mitteilung.

Obduktion wegen unklarer Todesursache

Der mit 20 Jahren verstorbene Deutsche war Anfang August 2017 in gesundheitlich kritischem Zustand von Maulburg (D) durch einen Rettungsdienst ins Basler Universitätsspital eingeliefert worden. Dort wurde sein Tod festgestellt. Weil die Todesursache nicht geklärt war, stellte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen (D) ein Rechtshilfeersuchen an die Basler Staatsanwaltschaft, die Todesursache abzuklären. In der Folge wurde der Leichnam obduziert.

(lha)