Mann zu Tode geprügelt

28. Juli 2018 11:37; Akt: 29.07.2018 10:32 Print

Polizei nimmt neuen Tatverdächtigen fest

In der Nacht auf Samstag wurde ein Mann in Basel zu Tode geprügelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in verschiedene Richtungen.

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Ein 41-jähriger Mann ist in der Nacht auf Samstag nach einer Prügelattacke gestorben. Er war in der Innenstadt von mehreren Männern angegriffen worden. Die Hintergründe sind unklar. Die Polizei nahm eine Person fest. Drei zuvor festgenommene Personen wurden wieder aus der Haft entlassen, nachdem die Ermittlungen ergaben, dass sie nicht an der Tat beteiligt waren.

Zum verhafteten Tatverdächtigen machte die Staatsanwaltschaft keine weitere Angaben. Weder Alter noch Herkunft wurden genannt, damit kein Täterwissen verraten wird. «Wir suchen noch weitere Tatbeteiligte», erklärte Kriminalkommissär René Gsell. Eine Sonderkommission ermittelt.

Das Opfer hatte sich gegen 00.45 Uhr zu einer Gruppe auf der Treppe an der Rheinberme auf Höhe des Museum Kleines Klingental gesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft am frühen Samstag mit. Dann sei er unvermittelt angegriffen worden. Mehrere Unbekannte hätten auf das Opfer eingeschlagen. Danach flüchteten sie.

Opfer war nach der Tat noch ansprechbar

Der 41-jährige Portugiese wurde mit Kopfverletzungen auf der breiten Treppe zum Rhein liegend aufgefunden; da war er noch ansprechbar. Er starb nur Stunden später im Spital. Die genaue Todesursache ist laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft noch unklar; die Obduktion steht noch aus. Am Tatort sei keine Waffe gefunden worden.

Das Rheinbord war zur Tatzeit noch sehr belebt. Mehrere Personen bekamen die Tat mit und alarmierten die Polizei. Aufgrund der Täterbeschreibungen wurden zunächst die drei unschuldigen Portugiesen festgenommen. Gsell betonte am Sonntag, dass sie nichts mit der Tat zu tun hatten.

«Erfuhr es erst heute früh»

Die umliegenden Gastrobetriebe wie die Rhyschänzli-Buvette und das Parterre am Rhy, die nur einen Steinwurf vom Tatort entfernt sind, hatten zur Tatzeit schon geschlossen. Auch die Lounge des Basel Tattoo war nicht mehr geöffnet.

Ein Angestellter des Parterre am Rhy, der kurz vor dem Angriff nach Hause ging, sagt am Samstagmorgen: «Ich erfuhr es erst heute früh.» Da das Basel Tattoo gegen 24 Uhr endete, seien aber viele Menschen am Rheinbord unterwegs gewesen. Vor Ort waren am Samstagmorgen keine Spuren vorhanden, die auf die Bluttat der letzten Nacht hingedeutet hätten.

(lha / bla)