Bruno Kaufmann

07. März 2011 23:43; Akt: 07.03.2011 23:53 Print

Vom TV an die Basler Fasnacht

von Tamara Funck - Den Sprung ins Halbfinale von «DGST» schaffte Bruno Kaufmann nicht. Dafür malt er Laternen für die Basler Fasnacht.

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Erst vor drei Wochen begeisterte Bruno Kaufmann noch auf der Bühne der Fernsehshow «Die grössten Schweizer Talente» («DGST»), jetzt malt er eine Laterne für die Basler Fasnacht. Die drey scheenschte Dääg bedeuten dem Hobbymaler viel: «Ich spielte Piccolo, Trommel, sang Schnitzelbänke und gründete eine Clique.» Durch Freunde kam er vor sieben Jahren auch zum Laternenmalen.

Für das Porträt von DJ Bobo bei «DGST» brauchte Kaufmann nur drei Minuten, für die diesjährige Laterne stand er 40 bis 50 Stunden im Atelier. «Das Laternenmalen wird unterschätzt. Jeder Strich bleibt, kann nicht ausgeputzt oder übermalt werden», erklärt der 43-Jährige. Eine Gemeinsamkeit mit seiner Spezialität, dem Schnellmalen, gibt es trotzdem: «Ich male immer mit beiden Händen.» Das habe er sich
so angewöhnt, wie auch unter Zeitdruck zu ar­beiten. Von der Kunst zu ­leben ist für Kaufmann bis jetzt ein Traum geblieben. Als Staatsangestellter kann er den Verpflichtungen als Familienvater besser nachkommen. «Seit ‹DGST› habe ich schon fünf Anfragen erhalten. Es entwickelt sich in die richtige Richtung», schmunzelt er.

Am Sonntag wird die Laterne der Clique präsentiert. Nervös ist Kaufmann nicht: «Solange der Obmann zufrieden ist, bin ich entspannt.» Das Sujet bleibt bis zum Morge­straich geheim.