26. April 2005 04:50; Akt: 25.04.2005 20:45 Print

Warnbojen statt Verbot für die Basler Rheinschwimmer

Freies Rheinschwimmen bleibt in Basel erlaubt: Dafür wird der Fluss mit Bojen in zwei Zonen eingeteilt und die Prävention verstärkt.

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Das Sicherheitsdepartement will ab Juni eine blaue (ungefährliche) Schwimmzone und eine rote (gefährliche) Schifffahrtszone einführen. «Für 30 000 Franken wollen wir zwischen Schwarzwald- und Dreirosenbrücke mindestens 12 Bojen verankern, damit die Schwimmer wissen, wo sie sicher sind», erklärt Herbert Benz von der Kantonspolizei. Mit Präventionsaktionen soll das neue Konzept möglichst viele Rheinschwimmer erreichen.

Bei einem Unfall im September 2004 wurden zwei Rheinschwimmerinnen schwer verletzt (20 Minuten berichtete). Deshalb wurde aus Sicherheitsüberlegungen gar ein generelles Schwimmverbot erwogen: Das Schwimmen im Rhein hätte von den rechtlichen Grundlagen her verboten werden können. «Aber wir wollen diese einzigartige Idylle in Basel beibehalten», sagt Benz.

Dieser Entscheid wurde auch durch eine Petition mit 8109 Unterschriften gestützt, die am 5. April der Regierung übergeben worden war. Initiant Alfred Müller zeigte sich gestern erfreut über den Entscheid: «Prävention ist besser als Verbote. Die Unterschriften waren offenbar ein überzeugendes Argument.»

(lvi)