Basel

18. Oktober 2018 12:45; Akt: 18.10.2018 14:21 Print

Was ist so wichtig, dass es 6 Regierungsräte braucht?

Baselland wird Universitätsstandort. Die juristische und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät sollen auf das Dreispitzareal in Münchenstein zügeln.

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Der Campus der Künste auf dem Münchensteiner Dreispitzareal wird mit Juristen und Ökonomen angereichert. Kunststudenten können sich in den Pausen künftig auch mit Zahlenfreaks und Paragraphenreitern unterhalten. Die juristische und die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät zügeln nämlich aufs Land. Das haben die Regierungen beider Basel am Donnerstag bekannt gegeben. Eine Delegation von gleich sechs Regierungsvertretern der beiden Halbkantone war nötig, um den «visionären Entscheid» vor den Medien und per Livestream auf Twitter zu kommunizieren.

«Ich freue mich ausserordentlich, das ich Ihnen das heute bekannt geben darf», sagte die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind. Nach über zehn Jahren gemeinsamer Trägerschaft der Universität wird das Baselbiet nun auch ein richtiger Universitätsstandort. Das bringe die Partnerschaft beider Kantone auf eine neue Ebene. «Es ist ein Bekenntnis zur Universität, die davon profitieren wird», versprach Gschwind.

Kantonshauptstadt chancenlos

Vor zwei Jahren war es die Baselbieter Kantonsshauptstadt Liestal, die die Debatte um einen Baselbieter Uni-Standort ins Rollen brachte. Der damalige Stadtpräsident Lukas Ott hätte es gerne gesehen, wenn Studenten den Zug nach Liestal hätten nehmen müssen. Die Studierenden aber weniger, und auch bei der Uni war die Begeisterung mässig. Liestal stellte sich als ungeeignet heraus. Gschwind dankte der Stadt aber dafür, die Diskussion angestossen zu haben.

Jetzt wird ein «neues Kapitel» der ältesten Universität der Schweiz zentrumsnah auf dem Dreispitzareal geschrieben. «Gehen Sie auf Google Earth, der Dreispitz ist mittendrin», so der Baselbieter Vizeregierungspräsident Isaac Reber.


In der Tat ist das ehemalige Zollfreilager und Logistikzentrum zu einem der hipsten Areale in der Region Basel avanciert. Die Hochschule für Gestaltung und Kunst hat sich dort niedergelassen, rundherum Kreativwirtschaft und spektakuläre Architektur. Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer spricht denn auch von einem «urbanen Land-Standort». Der notabene in wenigen Minuten vom Bahnhof mit dem Tram zu erreichen ist.

Finanzierungsmodell entlastet Baselbiet

Neben der Standortfrage haben sich die beiden Trägerkantone auch über ein neues Finanzierungsmodell geeinigt. Baselland wird dabei leicht entlastet. Das Restdefizit der Universität wird künftig unter den beiden Kantonen gemäss ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgeteilt. Dabei würde – Stand heute – Baselland finanziell entlastet. Erstmals zur Anwendung kommen wird das Modell aber erst für das Globalbudget 2022–2025.

Einen Zeitplan für die Fakultäts-Züglete gibt es noch nicht. Heutige Erstsemester werden ihren Master höchstwahrscheinlich noch in Basel-Stadt machen.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Post it am 18.10.2018 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wie konnte es dazu kommen?

    Ich frag mich immer wie die Welt zudem werden konnte was sie heute ist, wenn das gelernte in Studiengängen wirklich soviel Substanz hat.

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  • Saurer Bürger am 18.10.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    3 von 6 sind überflüssig :)

    Diese Profi Angstmacher kosten zuviel... Darum :

  • Sandro am 18.10.2018 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guckt beschäftigt

    Nichts,sie tun das gleiche wie immer und wollen beschäftigt wirken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steuerzahler am 23.10.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind alles unterbeschäftigte

    Akademiker, die nie im Leben einen Hammer in der Hand hielten. Die dummen Steuerzahler sind ja gut genug

  • Sandro am 18.10.2018 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guckt beschäftigt

    Nichts,sie tun das gleiche wie immer und wollen beschäftigt wirken.

  • Saurer Bürger am 18.10.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    3 von 6 sind überflüssig :)

    Diese Profi Angstmacher kosten zuviel... Darum :

  • Post it am 18.10.2018 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wie konnte es dazu kommen?

    Ich frag mich immer wie die Welt zudem werden konnte was sie heute ist, wenn das gelernte in Studiengängen wirklich soviel Substanz hat.

    • ex-post am 18.10.2018 15:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Post it

      Stell Dir vor, was es wäre ohne!!!!

    • patrick müller am 18.10.2018 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenverantwortung.

      Übernehme selbst Verantwortung und überlasse es nicht den anderen.

    • Max Meister am 18.10.2018 22:51 Report Diesen Beitrag melden

      Bildung & Wissenschaft haben Substanz

      Vor genau 100 Jahren raffte die Spanische Grippe 20 bis 50 Millionen Menschen weltweit dahin, ein Beinbruch hinterliess schwere Folgen, Kurzsichtigkeit führte zu dicken, schweren Gläsern, die nichts bewirkten, nur wenig Fünfzigjährige hatten noch Zähne, und Fleisch gab es in Arbeiterfamilien ein Mal in der Woche. Von Lebenserwartung, Sozial- und Krankenversicherung ganz zu schweigen Das Leben "früher" war alles andere als angenehm, auch wenn das manche noch nicht erkannt haben !

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