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17. Juni 2019 04:54; Akt: 18.06.2019 09:17 Print

Was tut der Polizist mit diesem Schläger?

Die Kantonspolizei Basel-Stadt verbreitet via Facebook ein Bild, auf dem ein Beamter zu sehen ist. Er trägt einen riesigen Schläger. Wozu?

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«Wie das Game heisst, wissen wir nicht, aber unser Quartierpolizist auf der Dreirosenanlage bemüht sich, zumindest die Regeln zu durchschauen», schreibt die Polizei auf Facebook zum Bild. Für eine Woche ist die Polizei jeweils am Nachmittag bei der Dreirosenanlage präsent. Die Dreirosenanlage ist ein Ort im Quartier, der von vielen verschiedenen Nutzergruppen besucht wird. Entsprechend gross ist das Konfliktpotenzial», schreibt die Polizei auf Facebook. Eine Abteilung für Community Policing hat Basel seit 19 Jahren: «Das Community Policing möchte mit dem temporären Bürowechsel den Kontakt zur Bevölkerung im Quartier vertiefen und Hemmschwellen abbauen», heisst es auf Facebook. Das Infomobil ist in verschiedenen Quartieren der Stadt anzutreffen. Das Spiel, in das der Beamte geriet, heisst «Jugger» (ausgesprochen «Tschager» und nicht «Schugger», wie die Polizei auf Baseldeutsch auch genannt wird). Es beruht auf dem deutschen Spielfilm «Die Jugger – Kampf der Besten» aus dem Jahr 1989. Im Film wird brutal gespielt, so dass Knochenbrüche und Platzwunden keine Seltenheit sind. Das reale Spiel hingegen ist ungefährlich und wird auch nicht mit einem echten Hundeschädel als Ball gespielt. Bei dem Spiel geht es darum, den Spielball (Jugg) so oft wie möglich in das gegnerische Tor zu bringen, um einen Punkt zu erzielen. In jeder Mannschaft kann nur ein Spieler mit dem Spielball einen Punkt erzielen. Die anderen Spieler gehen mit gepolsterten Sportgeräten aufeinander los, um die gegnerische Mannschaft am Punkten zu hindern.

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Ein Bild, das die Kantonspolizei Basel-Stadt auf Facebook gepostet hat, wirft Fragen auf. Darauf zu sehen ist ein Polizeibeamter, der, mit einem riesigen Schläger «bewaffnet», auf eine Gruppe Männer zugeht.

Die Männer haben ebenfalls diese Schläger in der Hand, sind aber in Sportkleidung unterwegs. «Wie das Game heisst, wissen wir nicht, aber unser Quartierpolizist auf der Dreirosenanlage bemüht sich, zumindest die Regeln zu durchschauen», schreibt die Polizei auf Facebook zum Bild.

Während einer Woche, noch bis Dienstag, 18. Juni, ist die Polizei mit einem mobilen Büro jeweils am Nachmittag auf der Dreirosenanlage präsent: «Die Dreirosenanlage ist ein Ort im Quartier, der von vielen verschiedenen Nutzergruppen besucht wird. Entsprechend gross ist das Konfliktpotenzial».

«Kontakt zur Bevölkerung vertiefen»

Eine Abteilung für Community Policing hat Basel seit 19 Jahren: «Das Community Policing möchte mit dem temporären Bürowechsel den Kontakt zur Bevölkerung im Quartier vertiefen und Hemmschwellen abbauen», heisst es auf Facebook.

Das Spiel, in das der Beamte geriet, heisst «Jugger» (ausgesprochen «Tschager» und nicht «Schugger», wie die Polizei auf Baseldeutsch auch genannt wird). Es beruht auf dem deutschen Spielfilm «Die Jugger – Kampf der Besten» aus dem Jahr 1989.

Der Regisseur und Drehbuchautor David Webb Peoples erfand das Spiel für den Film. In «Die Jugger – Kampf der Besten»spielen umherziehende Mannschaften um ihren kargen Lebensunterhalt, mit dem Ziel vor Augen, einmal in die sagenumwobene «Liga» aufgenommen zu werden.

Zur Belustigung der Reichen

In der «Liga» werden, wie bei Gladiatorenwettkämpfen, zur Belustigung der Reichen Wettkämpfe ausgetragen. Im Film wird brutal gespielt, so dass Knochenbrüche und Platzwunden keine Seltenheit sind. Das reale Spiel hingegen ist ungefährlich und wird auch nicht mit einem echten Hundeschädel als Ball gespielt.

Bei dem Spiel geht es darum, den Spielball (Jugg) so oft wie möglich in das gegnerische Tor zu bringen, um einen Punkt zu erzielen. In jeder Mannschaft kann nur ein Spieler mit dem Spielball einen Punkt erzielen. Die anderen Spieler gehen mit gepolsterten Sportgeräten aufeinander los, um die gegnerische Mannschaft am Punkten zu hindern.

(kom)