Neues Stadtquartier

18. Juni 2017 16:18; Akt: 19.06.2017 12:04 Print

Wird das Klybeck zum «24-Stunden-Quartier»?

Vier beauftragte Planungsteams aus Basel, Berlin, Frankfurt und Rotterdam zeigen, in welche Richtung sich das ungenutzte Klybeck-Industrieareal entwickeln könnte.

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Die 300'000 m2 grosse Industriezone von Novartis und BASF zwischen Dreirosenbrücke, Wiese und Horburgpark soll in ein Stadtquartier umgestaltet werden.

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Dafür haben vier Planungsteams aus Basel, Berlin, Frankfurt und Rotterdam am 17. Juni erste Testpläne präsentiert. Diese zeigen, wie sich die heute nicht mehr als Industrieareal benötigten Flächen zu einem gemischt genutzten Stadtquartier entwickeln könnten.

S-Bahn Verbindung und Hochhäuser

Das Team Diener+Diener aus Basel schlägt beispielsweise vor, dass ein Klybeckplatz das Herz des neuen Quartiers bilden soll. «Dieser Platz hat stadtweite Ausstrahlung für Kultur, Ausbildung und Wohnen am Platz», schreibt das Team. Laut dem Testplan soll in diesem Quartier auch ein neuer Verkehrsknoten mit Tramlinien und S-Bahn Anschluss entstehen.

Das Team von Hans Kollhoff aus Berlin hat die Vision, dass im Klybeck ein neues Hochhaus-Ensemble geschaffen wird, das sich in der Stadtsilhouette selbstbewusst zeigen soll. «Im Untergeschoss sollen neue Einkaufsmöglichkeiten die bestehende Quartierversorgung ergänzen.»

Ein 24-Stunden-Quartier

Auch das Team AS+P aus Frankfurt am Main hat klare Vorstellungen. Auf dem Areal soll ein lebendiges Stück Stadt entstehen, das sich aus vier Bausteinen bildet: Das Wiese-Quartier mit Wohnen am Park, der Kern mit dem Flussquartier, das die typischen Blockrandformate der Nachbarquartiere aufnimmt und zuletzt das Klybeck mit dem Horburg-Park, das als urbaner Rückzugs- und Naherholungsraum dienen soll.

OMA aus Rotterdam, setzt zu den zusätzlich genannten Vorschlägen auf autofreie Zonen und unterirdisches Parkieren. Alles zusammen soll zu einem «24-Stunden-Quartier» mit dichten und unterschiedlichen Wohnformen werden. «So soll ein dichtes Stadtquartier entstehen, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht», sagt das Team.

Auch Bevölkerung redet mit

Doch nicht nur die Planungsteams entwickeln mit, auch die Bevölkerung beteiligt sich. Der Verein Zukunft Klybeck hat an dem Beteiligungsanlass der Planungspartner auch einen Slot erhalten, bei dem die Stimmen und Anliegen der Anwohner vorgetragen wurden.

«Uns ist soziale und ökonomische Nachhaltigkeit wichtig», sagt Christoph Moerikofer vom Verein Zukunft. Klybeck. «Wir wollen, dass die Bevölkerung Eigenverantwortung für ihren Lebensraum übernimmt.» Die Bewohner selbst seien nämlich «die wahren Experten des Alltags.»

Alle Vorschläge fliessen in die nun folgende Planungsphase. Die Architekturfirma Metron AG erstellt aus diesen Testplänen ein überarbeitetes Konzept zusammen. Derweil hofft der Verein, dass die eingebrachten Inputs Anklang finden und die Grundlage für den behördenverbindlichen Stadtteilrichtplan bilden.


(stv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rene Burgener am 18.06.2017 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kontaminierter Boden.

    Zuerst muss der Boden dort entkontaminiert werden. Da ist der Boden durch die Chemie schwerstens belastet. Die dort stehenden Gebäude, sind durch und durch chemisch verseucht. Die Behörden müssen aufbeiden Augen wachsam sein

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  • Snooker am 18.06.2017 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist schnell Amortisiert

    Ein neues Wahrzeichen für die reiche Schweiz kreieren. Zum Beispiel 200 bis 300 Meter hohe Tower hinstellen. Mit Wohnungen für normale Mieten. Jede Wohnung würde weg gehen wie warme Semmeln.

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  • Rolf Wittwer am 19.06.2017 01:48 Report Diesen Beitrag melden

    Vor wenigen Jahren..

    ..wurde ein "Rheinhattan", eine im Rhein liegende längliche dicht bebaute Insel (analog"Manhattan") der Öffentlichkeit vorgestellt. Ist das Projekt gestorben? Oder werden solche Unterfangen bis zum St.Nimmerleinstag verschoben? Falls nein: bitte keine Plattenbau-Siedlungen wie ausserhalb Zürichs zuhauf entstanden und/oder im Bau sind. Sonst wird's unfreundlich enden. NB; Dümmlichdoof die Idee E.Fluri's - mit der Moschee, die erfahrungsgemäss gewiss kaum überwacht würde...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Müller am 19.06.2017 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sorgfältig planen, keine Utopien!

    Die Chemie im Klybeck ist am Aussterben. Die frei werdenden grossen Areale bieten viele Möglichkeiten. Als Party-Areal ohne Ende, sieben Tage die Woche kann es nicht sein. Ob neue Mietskasernen, mit viel Beton/Glas gebaut es bringen? Kaum. Bezahlbare Mietzinse für Otto Normalverbraucher müssen es sein, sonst floppen garantiert alle Pläne. Das Klybeckareal ist weder das Bruderholz, Neubad oder Gellert. Nicht alle ehemaligen Gebäude, teilweise 4-stöckig oder gar mehr, eignen sich gleich gut für Wohnraum. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist eine grosse Herausforderung der Planer

  • Franz am 19.06.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich weiss es.

    In einer Stadt mit dem Anteil von 37% Muslimen, weiss ich ganz genau in welche Richtung es geht.

    • Klybecker am 19.06.2017 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      Mich graut's davor!

      Wenn ich daran denke, stehen mir vor Grauen die Haare hoch! Dann haben wir ganz Istanbul hier, Extremisten an jeder Ecke! Mich graut's nur noch Bärtige im Klybeck!

    • f meier am 19.06.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

      Was wissen Sie?

      Es sind zwar nur 8%, aber wer braucht schon Fakten

    • Tatsache am 19.06.2017 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      @f meier

      Das Bundesamt für Statistik sagt es sind in BS 25%, plus die nicht deklarierten und die illegalen kommt man auf knapp 40%...

    • f meier am 19.06.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Laut bfs sind es 8% Muslime. Sie meinen ernsthaft, 15% der Wohnbevölkerung seine Illegale?

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  • Züri Hegel am 19.06.2017 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Angst

    Soviel ist in Basel nicht los ;-) Außer dass die Rich Kids der Pharma Familien mal eine Galerie organisieren oder einen Fußballclub sponsern.

  • Stevfan meier am 19.06.2017 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Stefan

    Wieso ist nur eines von 4 büros eine schweizer firma? Weil auslaendische firmen billiger sind. Danke liebe Beamte!

  • Rolf Wittwer am 19.06.2017 01:48 Report Diesen Beitrag melden

    Vor wenigen Jahren..

    ..wurde ein "Rheinhattan", eine im Rhein liegende längliche dicht bebaute Insel (analog"Manhattan") der Öffentlichkeit vorgestellt. Ist das Projekt gestorben? Oder werden solche Unterfangen bis zum St.Nimmerleinstag verschoben? Falls nein: bitte keine Plattenbau-Siedlungen wie ausserhalb Zürichs zuhauf entstanden und/oder im Bau sind. Sonst wird's unfreundlich enden. NB; Dümmlichdoof die Idee E.Fluri's - mit der Moschee, die erfahrungsgemäss gewiss kaum überwacht würde...

    • Chrigeli am 19.06.2017 06:13 Report Diesen Beitrag melden

      Grüezi Herr Wittwer

      Ja, Herr Wittwer, und da würde sich alles wieder ansammeln, anstatt unter die Schweizer verteilt zu werden, was dann wie in den Pariser Banlieus endet. Siehe Klybeck-/Feldbergstrasse. In den 70-igern wohnten da Arbeiter, eben das "niedrige" Volk. Da sind schon beinahe alle Schweizer ausgezogen.....

    • f meier am 19.06.2017 07:12 Report Diesen Beitrag melden

      @ R. Wittwer

      Voraussetzung für diese Insel ist die Erweiterung des Hafenbecken 2, weil das Hafenbecken 1 dadurch wegfallen würde. Daher muss erstmal die Zukunft des Hafens geklärt werden.

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